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U33 - Traumatischer Notfall: Gefäßverletzungen
| Diagnose |
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Stich-, Schuss- und Schnittverletzungen sind scharfe Gefäßverletzungen mit der Folge einer starken arteriellen Blutung. Sofortige Blutstillung durch Kompressionsverband sind vorrangiges Ziel der Behandlung.
Abschnüren der Extremität wird nicht empfohlen und auch das Abklemmen von Gefäßen sollte unterlassen werden, da das Auffinden eines blutenden Gefäßes meist ohnehin nicht möglich ist und das Klemmen durch Quetschung Gewebe zerstört. Digitale Kompression mit steriler Gaze (sterile Handschuhe?) kann zielführend sein.
| Therapie |
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Durch Abdrücken der blutenden Wunde mit einer Binde und festem Umwickeln mit einer zweiten ist meist eine zufriedenstellende Blutstillung zu erreichen.
Vorher Analgetika geben!
Das Anlegen eines Druckverbandes an der unteren Extremität ist durch Einlegen von
Gazerollen und anschließendem festen Umwickeln mit Bandage ebenfalls meist ausreichend.
Bei Verletzungen der Poplitea kann nach Einlegen einer Mullbinde und Beugen
im Kniegelenk eine Blutstillung erzielt werden.
Schlag - Quetschung - Kompression und Kontusion führen zu stumpfen Gefäßtraumen mit Schädigung der Intima ohne arterieller Blutung und ohne peripherer Ischämie.
Bei zusätzlicher Schädigung der Media kommt es im Gegensatz dazu zur arteriellen Thrombosierung des betroffenen Gefäßes und damit auch zur peripheren Ischämie!
Sichtbare Verletzungen bzw. arterielle Blutungen lassen das Ausmaß des wahrscheinlichen Blutverlustes (Platzwunden am Kopf können hohen Blutverlust verursachen) gut abschätzen. Stumpfe Gefäßverletzungen hingegen sind nur durch das Fehlen peripherer Pulse diagnostizierbar.
Ein manifester Volumenmangelschock - Schock, hämorrhagisch - ohne äußere Blutungszeichen sind
immer Ausdruck schwerer innerer Blutungen - Hämatothorax,
Milz-, Leberruptur, Beckenfraktur etc.