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U03 - Notfallmedizin / Traumatologie: SHT - Kind


Diagnose
  • GCS
  • Epiduralhämatom
  • Intrakranielle Blutung
  • Schädelbruch
  • SHT, offen
  • Kindes-Misshandlung
  • SHT beim Kind

    Beim Kind kommt es nach einem SHT wesentlich rascher zur Hirnödementwicklung - zeigt aber auch eines bessere Kompensation!

    Klinik
  • Kind schreit / orientiert
  • Kind still / unruhig
  • teilnahmslos / bewusstlos
  • Krämpfe / Strecksynergismen
  • Kein Muskeltonus ?
  • Besonderheiten

    Das Kind, insbesondere das Kleinkind reagiert nach einem SHT nicht so wie wir es bei Erwachsenen gewohnt sind. Nach einem SHT kommt es rasch zur Hirnödementwicklung, die nicht unbedingt gleichzeitig mit neurologischen Symptomen einhergehen muss (das Kind kann im Vergleich zum Erwachsenen ein Hirnödem wesentlich besser kompensieren).
    Bei Auftreten von Epiduralhämatomen können neurologischer Symptome fehlen! Dasselbe gilt für Schädelfrakturen.

    Allgemein sind schwer traumatisierte Kinder still und eher apathisch bis bewusstseinsgetrübt. Bei Epidural- und subgalealen Hämatomen besteht akute Schockgefahr! Zur Beurteilung der Bewusstseinsstörung kann der - GCS für Kinder - herangezogen werden!

    Intrakranielle Blutungen - oft OHNE Neurologie !

    Notfall - Therapie

    Therapie
  • Halskrawatte
  • O-Körper 30° hochlagern!
  • Narkose - Thiopental
  • Beachte:
  • Hohe Aspirationsgefahr
  • Das nicht bewusstlose Kind wehrt sich, schreit, ist aber orientiert und auf Ansprache zu beruhigen. Es genügt, das Kind in die Obhut der Bezugsperson zu geben und während der Fahrt ins Krankehaus zu beobachten. Ein schreiendes Kind ist selten ein schwerverletztes Kind. Evtl. Sauerstoffmaske versuchen (wird vom Kleinkind normalerweise nicht toleriert).
    Zeigen sich klinisch keine Auffälligkeiten, kann auch eine Sedierung vorgenommen werden (Dormicum intranasal oder oral empfehlenswert, aber meist nicht notwendig!).

    Kinder die schreien sind selten vital bedroht !

    Ein stilles, apathisches Kind muss genau beobachtet werden, insbesondere die Atmung und das Verhaltensmuster bzw. Motorik (die Mutter weiß immer, ob sich das Kind wie gewohnt oder "anders als sonst" verhält). Diese Kinder tolerieren immer auch die Sauerstoffmaske - Monitoring, KEINE Sedierung!

    Ein komatöses Kind nach einem Trauma erfordert die sofortige - Intubation! - hohe Aspirationsgefahr!

    Komatöse Kinder müssen nach einem SHT intubiert werden !


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    Notfallmedizin / Traumatologie: SHT - Kind
    © 30.9.2001 by Anton Ernst Lafenthaler
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