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U01 - Notfallmedizin / Traumatologie: SHT II - Compressio cerebri
| Diagnose |
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Die Compressio cerebri kann durch lokalisierte aber auch
durch generalisierte Hämatome bedingt sein! Die Patienten sind über
Stunden (?) bewusstlos. Krämpfe und Strecksynergismen sind möglich.
Muskeltonus meist schlaff! IMMER auch Begleitverletzungen beachten!
Klinik und Therapie entsprechen dem - schweren SHT.
Beim schweren SHT (GCS < 8 oder offenes SHT, Zusatzverletzungen) ist die Intubation und kontrollierte Hyperventilation anzustreben. Zeigt der Patient noch Abwehrreaktionen muss, um schonend intubieren zu können eine Narkose eingeleitet werden.
| Therapie |
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I.v. Zugang - Ringer 500 ml - Präoxygenierung - Sauerstoff über Maske und Intubation vorbereiten.
Wegen der hohen Aspirationsgefahr - Absauggerät funktionsbereit bereithalten.
Sind unspezifische Abwehrreaktionen zu erwarten (Husten, Würgen, Pressen) ist eine Narkose
mit - Thiopental - einzuleiten! Vorher 0,5 mg Atropin i.v. geben.
Beim Polytrauma bzw. Blutungsschock - Ketamin - geben!
Thiopental langsam verabreicht ist immer noch das geeignetste Narkosemittel
und erzeugt neben seiner hirndrucksenkenden und den Hirnstoffwechsel
senkenden Wirkung eine befriedigende Narkosetiefe.
Der intubierte Patient wird kontrolliert hyperventiliert
( ca. 130 ml/kgKG AMV ), um über eine Hypokapnie das intrakranielle
Volumen zu vermindern. Beatmet sollte idealerweise mit 100% Sauerstoff werden.
Die Narkose wird mit - Fentanyl 0,2 mg i.v. und -
Dormicum 10 mg i.v. weitergeführt.
Relaxation erfolgt mit - Pavulon 4-8 mg.
Der Transport soll schonend und zügig in eine entsprechend ausgestattete Klinik erfolgen - ideal mit dem Hubschrauber. Der Patient wird auf einer Vakuum-Matratze mit Oberkörper 30° hochgelagert und angelegter Schanzkrawatte schonend ins KH transportiert. Der Kopf muss gut fixiert und achsengerecht gelagert sein; er darf keinesfalls zur Seite kippen, um den Blutabfluss vom Gehirn nicht zu behindern.