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U12 - Notfallmedizin/Traumatologie: WS-Verletzung - LWS, BWS
| Diagnosen |
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Eine BWS/LWS-Verletzung mit Verdacht auf Wirbelfraktur ist nur bei instabiler Fraktur augenscheinlich.
| Klinik |
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Fehlt eine Instabilität, so können die Patienten oft noch unter Schmerzen
aufrecht stehen oder sitzen und sind
z.B. nach einem Unfall in den ersten Minuten noch auffallend gut mobil.
Bei Sensibilitätsstörungen, motorischen Ausfällen oder der Unfähigkeit aufzustehen
kann eine Instabilität angenommen werden.
Wird eine Wirbelkörperfraktur (Wirbelkörper-Instabilität) angenommen, ist schonende Lagerung unbedingt erforderlich. Hierfür eignet sich die Vakuummatratze und/oder eine Schaufeltrage (bei unwegsamen Gelände).
Mehrere Helfer heben den Verletzten an um so die Vakuummatratze unter den Patienten zu schieben.
Bei unwegsamen Gelände bewährt sich die Schaufeltrage.
Die Schaufeltrage besteht aus 2 Teilen, welche seitlich am Patienten zum Liegen kommen. Am Fußende werden erst beide Teile fixiert (Verschlussmechanismus) und danach nach Einschieben beider Schaufeltrageteile unter den Patienten das zweite Ende geschlossen. Dadurch ist es möglich, den Verletzten ohne wesentliche Lageveränderung zu bergen.
Bei Verdacht auf zusätzlicher HWS-Verletzung muss eine Halskrawatte angelegt werden!
| Therapie |
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Soll der Patient gleich auf die Vakuummatratze gebracht werden, so stellen sich mehrere Personen über den Verletzten und heben gleichzeitig an. Ein weiterer Helfer schiebt die Vakuummatratze darunter und der Patient wird wieder abgesenkt. Vorherige Analgesie kann notwendig sein (Opiate!).
Bestehen Sensibilitätsstörungen oder gar motorische Ausfälle an den
Extremitäten (Querschnitt-Syndrom), kann -
Methylprednisolon - verabreicht werden. Diese Therapiemaßnahme ist aber
sehr umstritten und wird bei uns generell nicht mehr durchgeführt.