![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
U16 - Notfallmedizin/Traumatologie: Herzverletzung - Herzbeuteltamponade
| Diagnose |
|---|
|
|
Etwa 60-80% der Patienten mit penetrierenden Herzverletzungen versterben innerhalb der
ersten 1/2 Stunde.
Meist sind beide Ventrikel und bei penetrierenden Verletzungen
immer auch die Koronararterien betroffen.
Handelt es sich um eine kleine Perikardläsion, dann kommt es zum
Hämatoperikard mit Herzbeuteltamponade.
| Klinik |
|---|
|
|
Einflussstauung, Hypotonie-Schock, Tachykardie und sehr leise Herztöne sollten neben dem
Untersuchungsbefund der Verletzung zur Diagnose führen.
Eine Herzbeuteltamponade muss sofort erkannt und durch
Perikardpunktion beseitigt werden.
| Therapie |
|---|
|
|
Im Brustkorp steckende Gegenstände (Messer etc.) dürfen nicht entfernt werden.
Präkordiale Wunden müssen durch einen Verband verschlossen werden.
Volumensubstitution steht an vorderster Stelle (evtl. durch Massivtransfusion).
Kommt es zur Herzbeuteltamponade mit Schocksymptomatik, muss entlastet werden.
Die Punktionsstelle liegt im Winkel zwischen Processus xiphoideus und dem linken Rippenbogen; punktiert wird in Richtung linke Schulter.
Ein Herzbeuteltamponade ist nicht immer nur durch ein Trauma verursacht.
Häufiger ist die Ventrikelruptur im Rahmen eines Myokardinfarktes.