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025 - Notfallmedizin - Großereignis / LNA: Triage - Indices
| Triage - Indices |
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Triage-Kriterien für mechanische Verletzungen - Triage - Index und Verbrennungen - VIP sind gut im täglichen Notarzteinsatz anwendbar.
Bei Intoxikationen - Intox - Index durch gefährliche Stoffe, bei Strahlenschäden oder gar bei biologisch gefährlichen Stoffen ist die Einteilung in Triagegruppen wie sie bei mechanischen Schäden und/oder bei Verbrennungen üblich sind unbefriedigend oder gar nicht möglich.
| Priorität | Indices |
|---|---|
| Trauma | T1 - 4 |
| Intoxikation | Intox-Index |
| Thermisch | VIP |
| Aktinisch | T2 - 4 ( keine T1 möglich ) |
| Biologisch | Isolierung, keine Triage! |
Die Einteilung in - Triagegruppen - bei der mechanischen Verletzung erfolgt nach 4 Kategorien - T1 - T4 und entspricht der Einteilung der Triagegruppen, wie sie normalerweise beim Großunfall zur Anwendung kommen.
Bei Verbrennungen hat sich der - Verbrennungsindex - als
sehr hilfreich erwiesen. Die mechanische Verletzung spielt dabei allerdings eine
ebenso wichtige Rolle. Deshalb wird der VIP immer auch gemeinsam mit dem Triage-Index bzw.
mit den vorhandenen zusätzlichen (mechanischen) Verletzungen kombiniert.
| Intox - , NACA - und Triage - Index |
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Bei jeder Intoxikation muß der Vergiftungsgrad, die Substanz und zusätzlich bestehende Verletzungen mit einbezogen werden. Die Schwere der Vergiftung kann nur dann abgeschätzt werden, wenn die Substanz bekannt und evtl. über die Vergiftungszentrale - Tel: 01/40 64 34 30 oder 089/19 240) - eine Information über Wirkung und Toxizität zu erfragen ist.
Die Einteilung mit den Buchstaben G (gravis) - M (medium) - L (levis) - F (fatal) beziehen sich auf die Auswirkungen bzw. Überlebenschancen des Betroffenen. Selbstverständlich steht dieser Index immer auch im Zusammenhang mit dem NACA und dem Triage-Index.
Die Helfer dürfer nur eine begrenzte Zeit der Strahlung ausgesetzt werden! -
Ergebnisse der Strahlenmessung sind folgendermaßen zu beurteilen:
Strahlenexposition max. 15 mSv/a bzw.
100 mSv/Einsatz;
bei Personenrettung bis 250 mSv/Einsatz/Leben d.h.
dieser Helfer muss zeitlebens aus der Strahlenorganisation ausgegliedert werden.
Ganzkörperbestrahlte > 1 Sv müssen stationär aufgenommen werden.
Schwangerschaftstest nach Strahlenexposition durchführen.
Aktinisch Schäden erlauben eine Einteilung von T2 - T4 (keine T1 möglich).
Hier ist eine Triagierung nur durch Fachpersonal möglich und stehen immer
auch im Zusammenhang mit anderen Verletzungen.
Blutiger Durchfall innerhalb der ersten Stunden ist infaust (=T4).
Jod-Prophylaxe vorbereiten - Aufforderung zur Einnahme erfolgt über die Ministerien!.
Kaliumjodid 65mg-Tabletten für Exponierte bis zum 45. Lj.
Kinder <1 Jahr bekommen ¼-Tablette nur einmalig!


Biologische Gefährdung bedeutet gleichzeitig Isolierung - Eine Einteilung in Triagegruppen ist hier sinnlos - hier werden Risikogruppen (L1 - L4) definiert, die bei einem Unfall bekanntgegeben werden. Über den tatsächlichen Inhalt muss von den Firmen keine Aussage gemacht werden.
| Risikogruppen L1 - L4 |
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Risikogruppe L1 bedeutet keine Gefahr und es sind somit auch keine besonderen Maßnahmen erforderlich!
Risikogruppe L2 bedeutet mäßige Gefahr (Coli, Salmonellen, Meningokokken etc.).
Vorgehen - Normale Versorgung unter den üblichen Hygienemaßnahmen wie sie für
ansteckende Krankheiten gelten!
Risikogruppe L3 bedeutet hohe Gefahr (Milzbrand, Psittakose, Gelbfieber etc.).
Vorgehen - Isolierung unter Eigenschutz!
Risikogruppe L4 - höchste Gefahr hat aufgrund jüngster Ereignisse leider
wieder an Aktualität gewonnen (Pocken, Anthrax etc.).
Vorgehen - Hier sind Spezialeinheiten
anzufordern.