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012 - Notfallmedizin - Großereignis / LNA: Triagegruppe I - IV
| LNA |
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Nach Eintreffen am Notfallort und anschließender Lagemeldung muss mit der Organisation einer SanHiSt begonnen und ein Triageplatz bestimmt werden.
Im Rahmen der Bergetriage werden die Verletzten nach einer Vitalfunktionsbeurteilung und Erste Hilfe-Leistung mit einer - PLS-Karte - versehen (NICHT beschriften!). Die Bergetrupps achten darauf, dass die Patienten, welche bereits eine PLS-Karte haben, zuerst geborgen und zum Triageplatz gebracht werden.
Der nachfolgend (zweit-)eintreffende Notarzt sollte bereits als Triagearzt die Triage übernehmen. Er beurteilt die Verletzten am Triageplatz der SanHiSt, notiert auf der - PLS-Karte - die Therapieanweisung und teilt sie der entsprechenden Triagegruppe zu! Der Notfallsanitäter bleibt Einsatzleiter und ist NICHT an der Triage beteiligt.
Diese Patienten benötigen die sofortige Therapie zur Sicherung lebenswichtiger Funktionen am Triageplatz I. Ein Aufschub der Therapie ist nicht möglich. Dies bedeutet nahezu immer Intubation und kontrollierte Beatmung. Können die Vitalfunktionen stabilisiert werden, besteht Transportpriorität (=Triagegruppe II).
Können lebensrettende Maßnahmen nur durch eine Fachabteilung durchgeführt werden (z.B. Milzruptur), so sollte ein sofortiger Abtransport in eine dafür geeignete klinik erfolgen, was einer absoluten Transportpriorität entspricht. Für minimale notärtzliche Maßnahmen wie Anlegen von venösen Zugängen und die Verabreichung von Schmerzmitteln sollte Zeit sein.
Patienten mit leichten und mittelschweren Verletzungen benötigen keine Dringlichkeit einer Behandlung. Besteht keine Vitalgefährdung, so kann die Behandlung auch aufgeschoben werden = aufschiebbare Behandlung. Leichtere Verletzungen (Wunden, Abschürfungen etc.) können auch durch Sanitäter versorgt werden. Gleichzeitig erfolgt hier auch die ganz wichtige psychologische Betreuung.
Im Krankenhaus Schwarzach sind für derartige Ereignisse mehre psychologische Fachkräfte in Bereitschaft.
Patienten mit nur minimalen Überlebenschancen erhalten primär im Großschadensfall keine Therapie. Nur bei Vorhandensein ausreichender Ressourcen werden noch lebensrettende Maßnahmen versucht.
| Triagegruppen | |
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Behandlung - sofort! - Verletzungsmuster |
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Transport - sofort! - Infusion + Abtransport |
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Transport - dringlich ! - Verzögerter Transport |
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Behandlung - aufschiebbar ! - Betreuung |
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Warten! - Keine Therapie |
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Notfallmedizin - Großereignis / LNA: Triagegruppe I - IV
© 30.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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