Suchfunktion Home Index Notfallmedizin

U05 - Notfallmedizin/Traumatologie: SHT - Schädelbruch, Schädelbasisfraktur


Diagnose
  • Koma - Beurteilung
  • Commotio cerebri
  • Compressio cerebri
  • Epiduralhämatom
  • SHT, schwer
  • Schädelbruch

    Die Schädelprellung (=Contusio capitis) ist die leichteste Form des SHT. Der Patient verspürt plötzlich einen lokalen oder diffusen Kopfschmerz über Minuten bis Stunden. Schwindel, Nystagmus und Erbrechen können zusätzlich auftreten. Sie sind NICHT immer Zeichen einer Commotio, sondern kommen durch eine funktionelle Schädigung (oder Substanzschädigung) des Innenohres infolge des Traumas zustande.

    Klinik
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Nystagmus
  • Erbrechen
  • Je nach Art und Intensität der Gewalteinwirkung kann es zur Kalottenfraktur oder zu einem Schädelbasisbruch mit oder ohne Beteiligung des Felsenbeins kommen. Bei der Kalottenfraktur kann die A. meningea media einreißen und Ursache eines - Epiduralhämatom - sein . . .

    Pupillendilatation + Bewusstseinseintrübung  = Epiduralhämatom ?

    Therapie

    Die Schädelprellung ohne Commotio braucht keine spezielle Therapie im Notarztdienst. Bei Übelkeit und/oder Erbrechen kann ein Antiemetikum versucht werden. Der Transport sollte schonend und ohne Eile erfolgen.

    Schädelbasisfraktur

    Klinik
  • Kopfschmerzen
  • Monokelhämatom
  • Blut-,Liquoraustritt
  • aus dem Gehörgang
  • Erbrechen
  • Diese kann oft nur klinisch diagnostiziert werden. Brillen- oder Monokelhämatom, Blut- oder Liquoraustritt aus Nase und/oder Gehörgang sind indirekte Hinweise für eine Schädelbasisfraktur. Störungen der Augenmotorik können hinzukommen. Eine posttraumatische Facialislähmung zeigt immer die Mitbeteiligung des Felsenbeines an. Symptome einer Commotio cerebri können hinzukommen.

    Patienten sind selten bewusstlos !


    Therapie

    Therapie
  • Sauerstoff
  • schonender Transport
  • Beachte:
  • KEINE Opiate
  • Einklemmungssymptome ?
  • Die Kalottenfraktur wie die Schädelbasisfraktur machen unbedingt einen schonenden Transport notwendig. Begleitende Bewusstseinsstörungen sollten nicht durch starke Analgetika verschleiert werden - KEINE Opiate geben!

    Impressionsfrakturen führen meist zum Substanzdefekt und müssen neurochirurgisch versorgt werden. Einklemmungssymptome erfordern sofortige intensivmedizinische Maßnahmen. Entsprechend der Neurologie erfolgt die Therapie wie beim - schweren SHT.


    Suche Home Inhaltsverzeichnis 01 02 03 04 06 10

    Notfallmedizin/Traumatologie: SHT - Schädelbruch, Schädelbasisfraktur
    © 30.11.2001 by Anton Ernst Lafenthaler
    mu-fract-k