![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
U34 - Traumatischer Notfall: Erstversorgung von Frakturen
| Diagnose |
|---|
|
|
Ziel einer Notfallreposition ist die Vermeidung eines weiteren Weichteilschadens (Gefäß - Nervenschäden, Hautnekrosen). Deshalb sollte die grobe Kontur bzw. anatomische Stellung von Extremitäten wenn möglich wiederhergestellt werden. Prüfen der peripheren Pulse und Sensibilität ist unbedingt empfehlenswert.
| Klinik |
|---|
|
|
Im allgemeinen bereitet es keine Probleme, Luxationsfrakturen zu erkennen.
Krepetation - Schmerz - Fehlstellung und möglicherweise periphere Ischämie führen zur Diagnose.
Enkleiden und sorgfältige
Untersuchung der betroffenen Extremität - vor unüberlegten Repositionsversuchen - ist ratsam.
Stark dislozierte Sprunggelenksluxationsfrakturen sollten unbedingt reponiert werden - vorher
Analgetika (z.B. Ketamin) geben.
| Therapie |
|---|
|
|
Nach - Analgosedierung - Reposition durch Zug und Gegenzug.
Diese Maßnahme gilt für geschlossene und für offene Frakturen.
Wird beim Repositionsmanöver ein federnder Widerstand festgestellt (Luxation),
sollte das Repositionsmanöver unterlassen werden (Ausnahme: oberes Sprunggelenk!)
Die Luxationsfraktur im oberen Sprunggelenk muss wegen der
Gefahr der Hautnekrose im Innenknöchelbereich bei starker Dislokation auf alle Fälle
reponiert werden.
Erst ein Opiat - z.B. Fentanyl - oder - Ketamin-S - verabreichen und dann Reposition durch kurzen,
kräftigen Zug an Ferse und Vorfuß.
Wundbehandlung durch sterilen Verband bei offenen Frakturen. Schienung durch Vakuummatratze.
Grad I - Wunde aufgrund Durchspießung der Haut von innen
Grad II - Wunde durch Anpralltrauma von außen
Grad III - große Wunde mit ausgedehnten Weichteilschaden
(evtl. mit Gefäß- und Nervenverletzung).