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U06 - Traumatologischer Notfall: SHT - Epiduralhämatom
| Diagnose |
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Bei entsprechender Gewalteinwirkung auf die Schädelkalotte kann es mit oder ohne Commotionssyndrom zum - Schädelbruch - mit Verletzung der A. meningea media kommen. Die Folge ist ein sich meist rasch entwickelndes Epiduralhämatom mit nachfolgendem Koma. Das Blut breitet sich zwischen Dura und Schädelkalotte rasch aus und führt zur Gehirnkompression.
Nicht selten kann ein lucides Intervall (Wiedererlangung des Bewusstseins etwa 30 - 60 min)
die Diagnose verschleiern.
Die neuerliche Eintrübung muss aber immer an ein derartiges
epidurales Hämatom denken lassen.
| Klinik |
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Die Patienten sind nach einem schweren SHT meist sofort
bewusstlos und erlangen das Bewusstsein nicht mehr oder nur kurz (=lucides Intervall).
Die rasche Entwicklung einer akuten
Einklemmungssymptomatik äußert sich durch ein- oder
doppelseitige, lichtstarre Pupillen!
Mit einer bedrohlichen Einklemmungssyamptomatik ist aber meist erst nach etwa
30 - 60 Minuten zu rechnen.
Nicht selten kommen Epiduralhämatome bei bekannten Alkoholikern vor und werden als
Rauschzustand fehlgedeutet. Alkohol mit und ohne Sturz in der Anamnese
kann bei einem bewusstlosen, alkoholisierten Patienten immer auch
Hirnblutung bedeuten.
| Therapie |
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Sauerstoff via Maske, Blutdruck messen - Venflon und
Einleitung einer - Thiopental - Narkose -
Intubation + Beatmung nach den Regeln des schweren SHT.
Vorher Pupillenmotorik + Reflexe prüfen!
Rascher Transport auf eine neurochirurgische Klinik - nach Möglichkeit mit einem Hubschrauber.