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U51 - Notfallmedizin/Traumatologie: Blitzunfall - Blitzschlag
| Blitzunfall u.a. |
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Beim Blitzschlag werden gigantische Energiemengen frei (bis 10 Mrd. kW), wobei die
Temperatur im Blitzkanal bis 30.000°C erreichen kann.
Zusätzlich kann eine Druckwelle von 40-60 Atmosphären folgen.
Die Letalität beim Blitzunfall liegt um 50% ist aber insgesamt ein seltenes Ereignis.
Erfolgt der Stromfluss durch den Schädel, so kommt es zu Hirngewebsnekrosen, Stammhirnläsionen und Atemstillstand. Bei Stromfluss durch das Herz folgt Herzstillstand. Im Vergleich zum Hochspannungsunfall kommt es seltener zu Kammerflimmern, sondern meist sofort zur Asystolie!
| Klinik |
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Das ein Überleben beim Blitzschlag überhaupt möglich ist, liegt an der kurzen Einwirkzeit des Blitzes auf den Organismus. Die Haut kann in diesen Bruchteilen von Sekunden der Blitzeinwirkung (0,1 - 1 ms) nicht durchschlagen werden. Somit fließt der Strom an der Oberfläche der Haut ab, wodurch es so zu den bekannten »Lichtenberg'schen Blitzfiguren« auf der Haut kommt.
Häufiger kommt es aber zum indirekten Blitzschlag durch »Flashover«. Dieses »Überspringens« passiert durch die entstehende - Schrittspannung - wenn der Blitz in einen nahegelegenen Mast oder Baum einschlägt. Der Spannungstrichter kann dabei bis zu 200 m gehen. Dadurch erklärt sich auch der gleichzeitige Anfall mehrere Blitzschlagopfer.
Im Vergleich zum herkömmlichen Hochspannungsunfall kommt es verstärkt zu neurologischen Schäden und gehäuft zur Asystolie.
Vitalfunktionen sichern! - Verbrennungen kühlen - Analgosedierung! Therapie wie beim - Hochspannungsunfall!
Beachte - Bei einem herannahenden Gewitter möglichst einen geschützten Raum aufsuchen.
Nicht unter einen Baum oder gar einen Mast stellen (Schrittspannung!).
Im Gelände am besten eine Mulde suchen und in Hockestellung gehen - NICHT hinlegen!