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U32 - Notfallmedizin/Traumatolgie: Amputationsverletzung
| Amputationsverletzung |
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Werden Körperteile abgetrennt, so kommt es nicht gleich auch zu starken Blutungen.
Die Arterienkontraktion! verhindert initial ein Verbluten. Es kommt gleichzeitig zur
Kreislaufzentralisation.
Nach Volumensubstitution und Analgosedierung kann jedoch die Blutung
zunehmen und ein Abbinden der betroffenen Extremität unumgänglich sein.
| Therapie |
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Bei Abtrennung von Extremitäten und starker Blutung kann versucht werden, die
spritzende Arterie zu klemmen (gelingt nur bei großen Arterien und muss
mit einer Gefäßklemme durchgeführt werden!).
Ist diese Maßnahme nicht zielführend, muss die betroffene Extremität
abgebunden werden.
Das Abbinden der Extremität darf keinesfalls mittels Schnüren, Drähten oder
anderen zu dünnen Materialien erfolgen.
Abgebunden wird immer im Mittelteil der Extremitätenknochen - nicht über Gelenke abbinden! Die Abbindezeit sollte 90 min nicht überschreiten und muss dokumentiert werden.
Abgetrennte Körperteile mit der Doppelbeutelmethode versorgen und transportieren. Das Amputat wird in feuchte Kompressen gewickelt. KEINE Reinigung - keine Manipulation irgend einer Art - keine Desinfektion.
1 - Das in sterilen feuchten Kompressen eingewickelte Amputat wird in einen wasserdichten
Plastikbeutel gegeben.
2 - In einen zweiten Beutel wird Eiswasser eingefüllt. Das Amputat darf nicht direkt mit dem
Eiswasser in Verbindung gebracht werden (Erfrierungsschäden!).
3 - Zwischen Amputatbeutel und Eisbeutel werden Kompressen gegeben.
Die Überlebenszeit des Amputats kann so verpackt bis zu 20 Stunden betragen. Auch wenn Körperteile nicht mehr replantierbar sind können sie immer noch als Gewebespender fungieren (z.B. Knochenspäne, Hauttransplantate).