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T94 - Notfallmedizin/Intoxikation: Tiergifte - Toxine, Hymenopterengifte
| Tiergifte |
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Das Gift der Bienen enthält Histamin und Polypeptide, welche für den Menschen wegen
der zu geringen Menge aber nicht gefährlich werden können (Ausnahme: Anaphylaxie!).
Die ebenfalls im Bienengift vorkommende Substanz Mellitin bewirkt Mastzellen-Zerfall,
Zellmembranschädigung und Kaliumfreisetzung,
Apamin wirkt neurotoxisch und kann in hohen Dosen Krämpfe auslösen.
Das Gift der Wespen und Hornissen beinhaltet zusätzlich Acetylcholin, welches für
den starken Schmerz verantwortlich sind.
Auch bei vielen Stichen (inkl. Hornissen) kommt es zu keinem lebensbedrohlichen Zustandsbild. Die Gefahr liegt aber in der IgE-vermittelten allergischen Reaktion. Siehe - Anaphylaxie - . . .
Die Symptome der Anaphylaxie erreichen dabei nach 15 min ihr Maximum, danach kommt es spontan zur Besserung (was fälschlicherweise dann dem Erfolg ärztlichen Bemühens zugeschrieben wird).
Beim Bienenstich verbleibt der Stachel in der Haut (Stachel hat einen Widerhaken).
Dieser muss entfernt werden, weil das Giftsäckchen am Stachel weiter Gift einfließen lässt.
Wespen nehmen ihren Stachel wieder mit, ebenso die Hornissen . . .
| Therapie |
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Adrenalin (1 : 10 verdünnt und davon 1 ml i.v.) in geringster (!) Dosierung verabreicht hilft den Bronchospasmus zu lösen, den Blutdruck anzuheben und die Histaminfreisetzung einzudämmen. Glucocorticoide sollen gegen den anaphylaktischen Prozess wirkungslos sein (?) sobald er begonnen hat, wirkt aber der Entzündungsreaktion entgegen.
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Notfallmedizin/Intoxikation: Tiergifte - Toxine, Hymenopterengifte
© 30.3.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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