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T64 - Notfallmedizin/Intoxikation: Pilzvergiftungen - Schleierpilz
| Giftpilze |
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Die Schleierpilze gehören zur Familie der Cortinariaceae (Haarschleierpilze) und sind je nach Art unterschiedlich giftig. Die Vergiftung wird letztlich durch die hohe Konzentration von Orellanin hervorgerufen, welche vorwiegend nephrotoxisch wirken!
| Symptome |
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Nach einer Latenzzeit von bis 12 Stunden kommt es zu gastrointestinalen Symptomen, welche nur gering ausfallen können. Erst nach mehreren Tagen treten starker Durst, Azidose, Oligurie und Leberschwellung mit Ikterus auf (nur in schweren Vergiftungsfällen). Die interstitielle Nephritis kann zum Tod durch Urämie führen oder in eine chronische Nephritis übergehen.
Im Notarztdienst hat diese Art der Vergiftung keine Bedeutung.
Anamnestisch sollte aber bei Verdacht nach derartigen Pilzgerichten gefragt werden.


Aussehen: Im Jugendstadium halbkugelig gewölbt; später abgeflachter Hut - in der Mitte gebuckelt mit gleichfarbig, schuppigeer Huthaut (3 - 8 cm). Dünner, oft eingerissener Rand. Lamellen zimtbraunfarben, ziemlich dick; am Stiel leicht herablaufend. Gelber, später rostiger Stiel (4 - 8 cm); verjüngt sich gegen die Basis. Rettichartiger Geruch. Das gelbliche Fleisch färbt sich unter der Huthaut rötlich. Sporenpulver rostbraun. Toxin hitzestabil!
Vorkommen: Spätsommer! Laub- und Mischwäldern.
Tödliche Dosis: 40 - 500 g Frischgewicht; je nach Standort
unterschiedliche Giftkonzentration.
Auch in anderen Schleierlingen finden sich derartige Giftstoffe
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Notfallmedizin/Intoxikation: Pilzvergiftungen - Schleierpilzvergiftung
© 14.12.2001 by Anton Ernst Lafenthaler
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