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T61 - Notfallmedizin/Intoxikation: Pilzvergiftungen - Fliegenpilz
| Giftpilze |
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Die stärkste wirksame Substanz beim Fliegenpilz ist Muscimol, ein Decarboxylierungsprodukt der Ibotensäure. Der Ibotensäuregehalt ist je nach Standort höchst unterschiedlich. In der orangeroten Schicht (Derivat der Ibotensäure ist orangerot) unter der roten Huthaut liegt offensichtlich die höchste Konzentration. Der Muskaringehalt ist minimal, weshalb es auch zu keinem Muskarin-Syndrom kommt.
| Symptome |
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Amanita muscaria wird als Rauschmittel verwendet und ruft nach einer gewissen Erwartungshaltung eine eher angenehme Wirkung hervor. Tödliche Dosis: 100 g Frischgewicht - Letalität: 5%
Gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen.
ZNS-Symptome wie Schwindel, Unruhe, Angst, Delir, Rausch, Euphorie,
Depressionen, Muskelkrämpfe.
Derealisationsphänomene können auftreten, Halluzinationen fehlen meist.
Sympathicus-Symptome - Tachykardie, trockene Haut, Mydriasis, Herzrhythmusstörungen.
Es können auch parasympathische Symptome im Vordergrund
stehen (Bradykardie, Speichelfluss etc.) sind aber wesentlich seltener!
Die Symptome treten nach einer Latenz von 30 min bis 4 Stunden auf!
| Therapie |
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Allgemeine Maßnahmen, evtl. Magenspülung!
Bei Überwiegen der Sympathikuswirkung wäre Anticholium als Antidot wirksam (nicht im NEF)!
Nach 10- 15 Stunden klingen die Symptome wieder ab!
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Notfallmedizin/Intoxikation: Pilzvergiftungen - Fliegenpilz
© 30.3.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
mt-pilz-am