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T60 - Notfallmedizin/Intoxikation: Pilzvergiftungen
| Giftpilze |
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Pilze rufen primär unspezifische Symptome hervor, welche hauptsächlich
innerhalb der ersten 4 - 6 Stunden auftreten und zunächst nur den Gastrointestinaltrakt betreffen.
Übelkeit - Erbrechen - kolikartige Bauchschmerzen - Durchfall sind die
Leitsymptome.
Wenige Pilze allerdings machen nur geringe gastrointestinale
Symptome, führen aber dann nach Stunden/Tagen zu lebensbedrohlichen Organschäden (Knollenblätterpilz).
Parenchymgifte mit tödlichen Leberversagen finden sich im Knollenblätterpilz und in der Frühjahrslorchel (hier treten die Symptome erst nach 2 - 24 Stunden auf). Orellanine sind Giftstoffe in Schleierpilzen; sie sind stark nephrotoxisch.
Bei der Pilzvergiftung kommt es meist nur zu Reizwirkungen im Magen-Darm-Trakt. Riesenrötling, Tigerritterling, Satanspilz, Speitäubling, Kartoffelbovist oder Birkenreizker zählen zu derartigen Pilzen. Die Toxine sind weitgehend unbekannt.
Clitocybe- und Inocybe-Arten hingegen enthalten das hochpotente Muskarin. Hier sind Todesfälle beschrieben. Toxische Isoxazole mit zentralnervöser Wirkung finden sich im Fliegen- und Pantherpilz (häufige Verwechslung mit dem Perlpilz).
Anamnese erheben und auf Zeitabstand zwischen dem Pilzverzehr und dem Auftreten
der ersten Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen achten.
Erbrochenes evt. asservieren.
Bei gesicherten Verzehr von giftigen Pilzen ist
eine - Magenspülung - angezeigt.
... Pilze in Gastein |
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Notfallmedizin/Intoxikation: Pilzvergiftungen
© 30.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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