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T93 - Notfallmedizin/Intoxikation: Nahrungsmittelvergiftung - Muscheln
| Intoxikation |
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Dinoflagellaten (Gonyaulax catenella, G.tamarensis, G.excavata, Pyrodinium,
Gymnodinium breve u.a.) in Miesmuscheln und Austern (und auch Molluscen) produzieren
das Gift Saxitoxin (realtiv thermostabil), welches für die nachfolgend
beschriebenen klinischen Symptome verantwortlich ist.
Diese Vergiftung muss von den allergischen Reaktionen auf Meeresfrüchte getrennt werden.
Diese haben nichts mit den Giftstoffen zu tun, sondern sind Eiweißkörper
unterschiedlichster chemischer Zusammensetzung.
| Klinik |
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Nach wenigen Stunden (5-30 min) Parästhesien im Mundbereich, Ataxie und Schwindel, peripherie Lähmungen bis zum Atemstillstand. Rückbildung der Symptome erst nach 2-3 Wochen. Davon sterben etwa 10% in den ersten 24 h durch Atemlähmung.
Bei Auftreten derartiger Symptome nach Muschelverzehr sofortige Einweisung in die Klinik! - Vitalfunktionen überwachen - gegebenenfalls Intubation!
Viele Menschen reagieren auf die verschiedensten Meeresfrüchte (Muscheln, Krebse etc.) ohne besondere Vorsymptome
mit einem allergischen Schock. Die Patienten wissen zwar meist um ihre Allergie,
werden aber schon bei geringsten Mengen (Soßen, Cremen etc.) ohne sich der Beimengung
von Meeresfrüchten (-extrakten etc.) im Klaren zu sein bewusstlos und können so
nicht mehr danach befragt werden.
Therapie wie bei - Anaphylaxie . . .
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Notfallmedizin/Intoxikation: Nahrungsmittelvergiftung - Muscheln
© 30.6.2001 by Anton Ernst Lafenthaler
mt-molusc