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T34 - Notfallmedizin/Intoxikation: Medikamente - Lithiumvergiftung
| Diagnose |
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Lithium wird zur Behandlung manischer und hypomanischer Zustandsbilder und/oder
zur Prophylaxe einer MDK oder schizoaffektiven Psychose verordnet.
Initial wird meist auch ein Neuroleptikum verabreicht, weil die Lithiumwirkung erst später einsetzt.
Nebenwirkungen sind häufig. Vergiftungen kommen meist im Rahmen eines Suizidversuches vor.
Erbrechen, Diarrhoe, feinschlägiger Tremor, Muskelschwäche, Müdigkeit, Schwindel, Sprachstörungen, Ödeme und Gewichtszunahme gelten als Nebenwirkungen, welche häufig sind, aber aufgrund der Schwere von derartigen Erkrankungen in Kauf genommen werden.
| Klinik |
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Kommt es allerdings zu einem grobschlägigen Tremor, zu Sehstörungen und Verwirrtheitszuständen oder gar Krämpfen, dann liegt eine Lithium-Überdosierung bzw. Vergiftung vor. Koma und KL-Versagen können folgen.
Anmerkung: Lithium konkurriert mit Natrium im Elektrolytstoffwechsel. Ein Natriumverlust bedeutet daher immer auch verstärkte Lithiumvergiftungssymptome.
Sichern der Vitalfunktionen, Erbrechen lassen bzw. Magenspülung sind sinnvolle Maßnahmen.
Bei Auftreten von Krämpfen muss eine Narkose mit - Thiopental - eingeleitet,
intubiert und kontrolliert beatmet werden.
Eine Hämofiltration oder Peritonealdialyse muss angestrebt werden.
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Notfallmedizin/Intoxikation: Medikamente - Lithiumvergiftung
© 24.2.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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