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304 - Notfallmedizin/Sofortmaßnahmen: Reanimation / Defibrillation bei Kammerflimmern
. . . Bewusstsein prüfen . . .
Klickbild !
| Befund | Vorgehen |
|---|---|
| Pulslosigkeit |
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| Atemstillstand |
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| KOMA |
Pulslosigkeit erfordert sofortige Reanimationsmaßnahmen. Es wird ohne Kenntnis möglicher elektrischer Herzaktionen sofort defibrilliert.
Atemstillstand bei noch erhaltenem Puls bedeutet
Atemwege freimachen (Zahnprothesen, Erbrochenes etc.), Kopf überstrecken bzw.
Kiefer anheben und beatmen (Beatmungsbeutel + 100% O2).
Bei der Laienreanimation wird die Notwendigkeit der
Beatmung nicht mehr unbedingt gefordert (auch durch die Herzmassage alleine kann
die noch vorhandenen Sauerstoffkapazität des Blutes für 1-2 Minuten
eine minimale Sauerstoffversorgung aufrechterhalten!).
Möglichst rasch soll ein venöser Zugang geschaffen werden. Dabei wenn möglich immer die V.jugularis externa wählen, die häufig gestaut ist, sodass die Punktion nicht allzu schwer sein sollte und auch nicht viel Zeit in Anspruch nimmt.
Zentrale Zugänge erschweren unnötig die Reanimationsmaßnahmen und benötigen viel Zeit. Gerade im Notfall kommt es dabei auch noch häufig zu Komplikationen (Pneumothorax, arterielle Punktion). Zentrale Zugänge sind in der Notfallmedizin praktische nicht indiziert es sei denn, eine Venenpunktion ist nicht möglich aber unbedingt erforderlich.
Eine kontrollierte Beatmung ist nach jeder erfolgreicher Reanimation wegen des mehr oder weniger ausgeprägten Hypoxieschadens unbedingt notwendig. Maschinelle Beatmung mit 100% Sauerstoff (Oxylog) bei mäßiger Hyperventilation.
Die Narkoseaufrechterhaltung erfolgt mit Thiopental oder Dormicum, Fentanyl.
Wenn der Patient den Tubus nicht mehr toleriert (Husten, Pressen, Blutdruckanstieg),
soll ein Relaxans (Pavulon) verabreicht werden.
Weiters O-Körper leicht hochlagern (wenn es der Blutdruck erlaubt) und Behandlung der Grundstörung wie Rhythmusstörungen, Hypovolämie, Pumpversagen des Herzens etc.
Bikarbonatgabe nur mit großer Zurückhaltung, da sich die Azidose leicht durch Hyperventilation ausgleichen lässt und eine Alkalose die Oxygenierung im Gewebe erschwert.
Rippenbrüche sind insbesonders bei älteren Menschen eine häufige Komplikation, bestätigen aber auch eine effiziente Herzmassage! Bei Anspießung der Lunge durch gebrochene Rippen kann es zum Pneumothorax kommen; die Druckschwankungen im Abdomen können Ursache einer Leber- und/oder Milzruptur sein.
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Im Zweifelsfall kann auch unter Reanimationsbedingungen ins Krankenhaus gefahren werden (z.B. Kinder oder bei therapieresistente Rhythmusstörungen) - ansonsten werden die Reanimationsbemühungen abgebrochen und der Patient am Ort des Notfallgeschehens belassen.
Befindet sich der Verstorbene nicht in seiner Wohnung oder ist Fremdverschulden nicht auszuschließen, so muss die Exekutive verständigt werden.
Kontrolliere das Bewusstsein
Prüfe Puls + Atmung
Aktiviere den Herzalarm
Verlange einen Defibrillator/Notfallwagen
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A - Airway
sichere die Atemwege durch den Tubus !
B - Breathing
kontrolliere die richtige Tubuslage ,
sowie die Effizienz der Oxygenation und Ventilation
befestige den Tubus !
C - Circulation
Legen eines venösen Zuganges.
Identifiziere die Art der Rhythmusstörung und
verabreiche Medikamente
D - Differential-Diagnose
identifiziere und behandle reversible Ursachen
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Notfallmedizin/ Sofortmaßnahmen: Reanimation, Kammerflimmern
© 22.12.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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