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302 - Notfallmedizin/Sofortmaßnahmen: (Früh-) Defibrillation - Laienreanimation
| (Früh-) Defibrillation | |
|---|---|
| Pulslosigkeit | |
| Atemstillstand |
|
Atemstillstand und/oder Pulslosigkeit erfordert sofortige Reanimationsmaßnahmen.
Bei der Laienreanimation wird die Notwendigkeit der
Beatmung nicht mehr unbedingt gefordert; schon jedoch bei ausgebildeten Helfern.
Kann bei bewusstlosen Patienten
kein Carotispuls getastet werden, müssen qualifizierte Helfer die Frühdefibrillation
anstreben.
Merke: Die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Kammerflimmern ohne
Defibrillation sinkt um 7- 10% pro Minute!
Daraus resultiert
das Konzept der Frühdefibrillation durch halbautomatische Defibrillatoren.
Merke: Das Anlegen der PADs braucht Zeit, ebenso der Selbsttest und die Rhythmusanalyse der halbautomatischen Defibrillatoren. Diese verlorene (?) Zeit (=anhaltende Hypoxie) kann Ursache eines dauerhaften cerebralen Schadens sein. Deshalb erst Herzmassage und Beatmung mit 100% Sauerstoff und dann erst Anwendung von halbautomatischen Defibrillatoren.
Ist eine Defibrillation bei SM-Patienten notwendig, so sollten die Pads
mindestens 5-10 cm vom SM-Gehäuse entfernt sein. Eine a.p.-Position ist anzustreben.
Die Defibrillation wie die Kardioversion kann dabei nicht nur das SM-Aggregat
beschädigen, sondern auch am elektrischen Dipol schwere
Endo- und Myokardverbrennungen verursachen.