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123 - Notfallmedizin/Sofortmaßnahmen: Atemnot - Hyperkapnie, Hypoxie, Atemstillstand
Erst wenn mindestens 5g% Hämoglobin nicht mehr oxygeniert sind, lässt sich klinisch eine (zentrale) Zyanose feststellen! Beim ausgebluteten, zentralisierten oder schwer anämischen Patienten kann daher trotz schwerster Hypoxie eine Zyanose fehlen.
Eine insuffiziente Atemmechanik führt zur Hypoxie und Hyperkapnie. Erschöpfung der Atemmuskulatur und/oder Thoraxinstabilität nach Rippenserie führen zur Hyperkapnie mit Schwitzen, weiten Gefäßen, Tachykardie, Somnolenz und Koma.
Eine partielle resp. Insuffizienz geht mit
kompensatorischer Hyperventilation einher, um den Sauerstoffbedarf zu decken und
einen drohenden CO2-Anstieg zu kompensieren. Bei Kinder deutliches
Nasenflügeln und beginnende Zyanose.
In weiterer Folge kommt es zu RR-Anstieg, Tachykardie und Schwitzen.
Notfall - Therapie -
O-Körper hochlagern, Sauerstoffmaske, sparsame Flüssigkeitszufuhr
und evtl. Medikamente wie Euphyllin, Ipradol und Cortison etc. - KEINE Intubation!
Im beginnenden Erschöpfungsstadium kommt es zur alveolären Hypoventilation mit
Tachy-Bradypnoe, Schwitzen, Tachykardie mit Extrasystolen und Schocksymptomatik.
respiratorischer Zyanose und Bewusstseinseintrübung.
Notfall - Therapie -
Dieses Stadium erfordert eine Narkoseeinleitung mit Intubation und
kontrollierter Beatmung - 100% O2 bei leichter Hyperventilation.
| pO2 | pCO2 | Symptom | Therapie |
|---|---|---|---|
| pO2 sinkt | pCO2 const. |
(kompensatorisch) |
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| pO2 niedrig | pCO2 steigt |
(Erschöpfung) (Extrasystolie) |
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| pO2 extrem niedrig |
pCO2 extrem hoch resp. Azidose |
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| pO2 Anoxie | Azidose |
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Notfallmedizin/Sofortmaßnahmen: Atemnot
Hyperkapnie, Hypoxie, Atemstillstand
© 21.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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