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313 - Notfallmedizin/Sofortmaßnahmen: Anaphylaxie


Anaphylaxie - Schock

Klinik - Therapie
I
Haut-
Symptome
  • Flush
  • Urtikaria
  • Exanthem
  • Hitzegefühl
  • Venflon legen
  • Ringer 500 ml
  • Tavegyl i.v.
  • II
    Kreislauf-
    Symptome
  • Tachykardie
  • Hypotonie
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • leichte Atemnot
  • w.o.
  • Volon A80
  • III
    Schock
  • Hypotonie
  • Tachykardie
  • Schock
  • Bronchospasmus
  • w.o.
  • Suprarenin titr.
  • Theophyllin i.v.
  • Intubation
  • IV
  • KL-Stillstand
  • w.o.
  • Reanimation
  • Anaphylaktische Reaktionen werden durch hochmolekularen Substanzen ausgelöst, mit denen der Organismus bereits früher einmal Kontakt hatte und Antikörper vom IgE-Typ entwickelte (Blütenpollen, Bienengift, Nahrungsmittel, Lösungsvermittler, Gerinnungspräperate etc.).
    Niedermolekulare Substanzen werden erst durch Ankopplung von Körpereiweiß (Albumin) zum Antigen (Hypnomidate, Propofol etc.). Die Symptome der Anaphylaxie werden durch die sog. H-Substanzen (Histamin, Bradykinin etc.) ausgelöst.

    Die klinische Manifestation verläuft sehr unterschiedlich. Hautsymptome, Blutdruckabfall, Übelkeit und Erbrechen sind noch nicht lebensbedrohlich, können aber jederzeit zum anaphylaktischen Schock übergehen.

    Blutdruckabfall + Bronchospasmus können die sofortige Intubation und Beatmung erforderlich machen.

    Therapie

    Stadium I - Bestehen nur Hautsymptome, so werden Antihistaminika wie z.B. Clemastin - gegeben (keine Sofortwirkung, verhindert aber ein Rebound-Phänomen), um die Mediatorenwirkung möglichst zu unterdrücken.

    Stadium II - Kommt es zu Allgemein- bzw. Kreislaufsymptomen wie Blutdruckabfall, Tachykardie, Übelkeit/Erbrechen, so muss die Volumenzufuhr gesteigert und Cortison verabreicht werden (Schocklagerung). Monitoring und laufende Blutdruckmessungen sind obligat.

    Stadium III - Blutdruckabfall bis zum nicht mehr tastbaren Puls und Bronchospasmus bedeuten ein lebensbedrohliches Zustandsbild.

    Notfallmedizin, Anaphylaxie

    Adrenalin (1:10 verdünnt) - Epineprin - und davon 0,05 - 0,1 ml/kg - etwa 1-3 ml i.v. - verabreichen (bei Bedarf kann die Dosis nach 3-5 min wiederholt werden). Eine großzügige Volumentherapie mit Ringerlösung ist angezeigt (kolloidale Plasmaexpander sollten vermieden werden, weil eine neuerliche anaphylaktische Reaktionen nicht auszuschließen ist). Die Wirkung von Cortison soll erst nach etwa 10 min einsetzen (keine Sofortwirkung?) zeigt aber in der Praxis schon kurz nach der Applikation einen positiven Effekt.
    Antihistaminika wie oben. Theophyllin - verhindert zusätzlich die weitere Mediatorfreisetzung aus den Zellen.


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    Notfallmedizin/Sofortmaßnahmen: Anaphylaxie
    © 30.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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