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T21 - Toxikologischer Notfall: Ethylalkoholvergiftung, Alkohol
| Vergiftungen |
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Zu einer Ethylalkoholvergiftung kommt es ausschließlich durch übermäßigen Alkoholgenuss.
Ab 1,5 Promille kommt es zum kräftigen Rausch, ab 2 Promille bereits zu eingetrübtem
Bewusstsein bei aufgehobenen Erinnerungsvermögen.
Lebensgefahr besteht beim Erwachsenen ab einem Alkoholspiegel um 4 Promille,
beim Kind um 2 Promille!
| Klinik |
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Bei geringeren Alkoholmengen erfolgt der oxidative Abbau in der Leber durch die Alkoholdehydrogenase, bei größeren Mengen auch vom mikrosomalen alkoholoxidierenden System (= MAOS). Das dabei entstehende Acetaldehyd ist bei der Entstehung der Leberzirrhose mitverantwortlich.
Bei chronischem Alkoholismus kommt es zu einer adaptiven Aktivitätserhöhung des MAOS, sodass hohe Acetaldehydspiegel erreicht werden. Die exzessive Bildung des Ethanolabbauprodukte (Acetat, Acetyl-CoA und NADH2) begünstigen eine gesteigerte Triglyceridsynthese und Bildung einer Fettleber. Der NADH2-Überschuss bewirkt vermehrte Laktat-Bildung aus Pyruvat, welches für die Glucoseneubildung fehlt (Hemmung der Gluconeogenese). Es kommt zur bekannten Komplikation der Hypoglykämie bei der Alkoholvergiftung.
Foetor alcohol. ex ore, psychomotorische Erregung, periphere Gefäßerweiterung (trockene, warme Haut - hohe Wärmeabgabe!), RR-Abfall, gehemmte Thermoregulation mit Unterkühlung, Hypoglykämie, Azidose, Areflexie und Atemdepression ab > 2 Promille.
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Grad I: Excitation
Grad II: hypnotisch Grad III: narkotisch |
| Therapie |
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Sichern der Vitalfunktionen! Bei Bewusstlosen immer auch an eine Encephalorrhagie und
Hypoglykämie denken!
Vor weiterer Unterkühlung schützen (evtl. Wärmepackung), Ringer-/Glucoseinfusionen.
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Toxikologischer Notfall: Ethylalkoholvergiftung, Alkohol
© 30.8.2001 by Anton Ernst Lafenthaler
mt-ethyl