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T05 - Notfallmedizin/Intoxikation: Alkylphosphatvergiftung, E605
| Drogennotfall |
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Alkylphosphate sind starke Inhibitoren der Ach-Esterase und dringen leicht ins ZNS ein. Die Symptome erklären sich durch die Anhäufung des freigesetzten Acetylcholins, welches die ausgeprägten muskarinartigen - Bronchospasmus, Speichel- und Tränenfluss, Darmkoliken, Miosis, Sehstörungen, Bradykardie etc., wie nikotinartigen - Tremor, Sprachstörungen, Parästhesien, Bewusstseinsstörung bis zur Atemlähmung - Wirkungen hervorrufen.
| Symptome |
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Es kommt zur inneren Acetylcholin-Vergiftung. Das phosphorylierte Enzym kann nur langsam abgebaut werden. Die Bindung der Alkylphosphate an die cholinergen Rezeptoren ist kompetitiv und kann somit durch Atropin antagonisiert werden.
Die klassische Trias Bradykardie - Miosis - Speichelfluss im Zusammenhang mit der Anamnese sind eindeutige Hinweise für eine derartige Vergiftung. Weitere muskarinartige Symptome stehen im Vordergrund. Schnell treten Bewusstseinsstörungen bis zum Koma auf. Tod durch Atemlähmung.
| Therapie |
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Sofort spezifische Therapie mit Atropin einleiten und nach Wirkung dosieren. Beginn mit 2-5 mg alle 10 min - bis zu 100 mg Atropin wegen der langanhaltenden Enzym-Hemmung über längere Zeit! CAVE: Mehr als 100 mg führen möglicherweise zur Atropinvergiftung!
Als Parameter für die Wirksamkeit der Atropintherapie gilt das Sistieren der vegetativen Symptome - Speichelfluss! Die Pupillenweite sollte nicht als Maß der Atropinwirkung gewertet werden (präfinale Mydriasis etc.).
Vergiftungen bewirken bei der Leiche die Ausbildung von
negativen Totenflecken (Arteriolendilatation)! Keine Flecken finden sich auf
den Auflageflächen. Die Totenstarre tritt wegen der Laktatanhäufung sofort ein (Muskelwülste, abstehende Zehen).
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Notfallmedizin/Intoxikation: Alkylphosphatvergiftung, E605
© 30.6.2001 by Anton Ernst Lafenthaler
mt-e605