Suchfunktion Home Inhaltsverzeichnis Notfallmedizin - Intoxikation

T33 - Notfallmedizin/Intoxikation: Schlafmittelvergiftung - Benzodiazepine, Barbiturate


Diagnose
  • Med-Vergiftung
  • Amphetamin-Intox.
  • Intoxikation beim Kind
  • Drogennotfall
  • Schlafmittelvergiftung

    Im Rahmen eines Suizidversuches mit Beruhigungs- und Schlafmitteln stehen Barbiturate und immer mehr die Benzodiazepine im Vordergrund, welche kaum in einem Haushalt fehlen.

    Bevorzugt Jugendliche sind gefährdet, sich derartiger Medikamente zu bedienen, um eine versuchten Suizid anzustreben. Ältere und schwer depressive Menschen nehmen solche Medikamente meist zusammen mit Alkohol ein, was zu einer wesentlichen Wirkungsverstärkung beiträgt.

    Intoxikation - Benzodiazepine

    Benzodiazepine
  • Somnolenz
  • Muskelerschlaffung
  • Areflexie
  • Atemdepression
  • Koma
  • Schlafmittelvergiftungen werden zunehmend häufiger. Die Substanzen dieser Stoffgruppe haben glücklicherweise eine große therapeutische Breite. Die akut letale Dosis von Diazepam liegt weit über 10g, möglicherweise über 30g. Todesfälle kommen praktisch NIE allein durch die Benzodiazepin-Überdosierung vor.
    Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Benzodiazepin-Blutspiegel und der Intensität der Wirkung. Eine zufriedenstellende Erklärung steht derzeit noch aus.

    Therapie

    Therapie
  • Atemwege freimachen
  • Erbrechen induzieren
  • Intubation
  • evtl.Magenspülung
  • Tierkohle
  • Flumazenil
  • Die Patienten sind meist komatös und nur durch stärkste Schmerzreize weckbar. Wichtigste Maßnahme ist die Sicherung der Atemwege. Meist besteht auch eine Hypothermie und evtl. Hypoglykämie.

    Sichern der Vitalfunktionen!

    Als Antidot kann - Flumazenil - gegeben werden, welches insbesondere auch zur Verifizierung der Verdachtsdiagnose sehr hilfreich sein kann.

    Intoxikation - Barbiturate

    Barbituratvergiftungen sind wesentlich gefährlicher als Benzodiazepinvergiftungen. Die letale Dosis von Phenobarbital liegt bei 4- 8g. Barbiturate sind nur mehr wenige im Handel!

    Klinik + Komplikationen

    Barbiturate
  • Somnolenz/KOMA
  • Miosis
  • langsame Atmung
  • Areflexie
  • Atemstillstand
  • KL-Versagen
  • Im Extremfall kommt es bei dieser Vergiftung zu Koma mit Atemdepression mit allen daraus resultierenden Folgen wie oberflächliche Atmung, Cheyne-Stokes-Atmung bis zum Atemstillstand. Die Hypoxie, respiratorische Azidose, zunehmende Areflexie, Hypothermie und der Blutdruckabfall führen letztlich zum KL-Versagen.

    Es besteht im allgemeinen eine Miosis bei vorhandener Lichtreaktion (DD: Morphinvergiftung). Als Komplikationen kommen Hirnödem, Dekubitus und Muskelnekrosen hinzu.


    Suche Home Inhaltsverzeichnis 30 31 32 34 60 Toxikologie

    Notfallmedizin/Intoxikation: Schlafmittelvergiftung - Benzodiazepine, Barbiturate
    © 24.2.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
    mt-bdzp