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T92 - Notfallmedizin - Intoxikation/Tiergifte - Spinnenbiss


Tierbiss
  • Anaphylaxie
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  • Wespenstich
  • Spinnenbiss

    Spinnen produzieren ihr Gift in Drüsen, welche mit den Cheliceren (=Scheren) in Verbindung stehen und beim Biss injiziert werden. Das Gift dient generell dazu, Beutetiere zu lähmen. Einheimische Spinnen durchdringen mit ihrem Biss die menschliche Haut normalerweise nicht.

    Symptome

    Klinik
  • lokale Schwellung
  • Schmerzen
  • veget. Symptome
  • Die bei uns vorkommende Kreuzspinne und die mit Bananen oft importierte Vogelspinne sowie die in Süditalien lebende Tarantel ist für den Menschen nicht gefährlich. Hier stehen nur die Sekundärinfektionen im Vordergrund. Die Schwarze Witwe (Latrodectus matans - Süditalien) kann allerdings Vergiftungssymptome hervorrufen.

    Die in Asien, Amerika und Afrika vorkommenden Latrodectus-Arten enthalten ein Protein (alpha-Latrotoxin) mit spezifischer Wirkung gegen Nervenendigungen. Diese setzen Acetylcholin, Noradrenalin u.a. Transmitter frei explosionsartig frei und verursachen zunächst Schmerzen, dann Muskelrigidität und zahlreiche vegetative Symptome. Todesfälle sind bekannt.
    Loxosceles (Nordamerika) erzeugen hämolytische und dermatonekrotische Toxine, welche Ulzerationen hervorrufen.

    Therapie

    Therapie
  • Infusion
  • evtl. Analgetika
  • Antiserum?
  • Bakterielle Infektionen aufgrund von Spinnenbissen können in der Klinik antibiotisch und antiphlogistisch behandelt werden. Bei Spinnenbisse durch einheimische Spinnen ist keinerlei notärztliche Maßnahme erforderlich!
    Für exotische Spinnen (Letrodectus-Arten), welche gerne in Terrarien gehalten werden, gibt es spezielle Antiseren.

    Spinnenbiss durch exotische Spinnen - Antiserum anfordern !

    Araneus diadematus

    Spinnenbiss, Kreuzspinne

    Aussehen - Die Kreuzspinne wird bis zu 17 mm groß. Ihr Körper (= Opisthosoma) zeigt auf der Oberseite vorn in der Mitte einen hellen, oft dunkel gerahmten Fleck (oder Fleckenpaar - manchmal ganz hell).
    Vorkommen - Sie bleibt am Tag in der Mitte des Radnetzes und lauert auf Beute. Verfängt sich ein Beutetier, so stürzt sich die Spinne darauf und beisst mit den Kieferklauen zu, wobei gleichzeitig Gift injiziiert wird.
    Für uns Menschen ist die heimische Kreuzspinne harmlos, da sie im allgemeinen nicht die Haut durchdringen kann.

    Weitere aktuelle Informationen

    ... Kreuzspinnen


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    Notfallmedizin - Intoxikation/Tiergifte - Spinnenbiss
    © 30.6.2001 by Anton Ernst Lafenthaler
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