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143 - Notfallmedizin/Leitsymptom: Krampfanfälle - Hyperventilationstetanie - Cerebrale Hypoxie


Krämpfe
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  • Klonisch - tonische Krämpfe

    Häufig treten Krampfanfälle im Rahmen einer cerebralen Hypoxie unterschiedlichster Ursache auf (Apoplex, Alkoholentzug etc.), aber auch nicht selten durch Hypoglykämie im Rahmen eines Diabetes mellitus oder einer (meist bekannten) Epilepsie.

    Bei Eintreffen ist häufig der Krampfanfall schon abgelaufen und man ist auf die Beobachtungsbeschreibung der anwesenden Personen angewiesen. Dauern die Krampfanfälle weiter an bei offensichtlich ausgeprägter cerebraler Hypoxie (Zyanose, Blässe), besteht dringlicher Handlungsbedarf.

    Epilepsie

    Tonisch-klonische, generalisierte Krämpfe treten bei mehreren Formen der Epilepsie auf, die meist schon bekannt sind und durch Anamneseerhebung bestätigt werden.
    Häufig treten Krampfanfälle im Rahmen eines Entzugsdelir auf. Bei Alkoholikern immer auch an Hypoglykämie denken.

    Seltener ist der psychogene Krampfanfall, der sich durch auffällige, untypische Bewegungsabläufe erkennen lässt. Schmerzreize werden meist unterdrückt. Der Glabellareflex aber klärt meist umgehend.

    Cerebrale Hypoxie

    Die cerebrale Hypoxie ist insbesonders beim Apoplex Ursache von Krampfanfällen, aber auch bei chronischen Alkoholikern häufig. Vorrangige Erstmaßnahme ist hier sicherlich die Sauerstoffgabe. Intubation + kontrollierte Beatmung sind in weiterer Folge meist notwendig. Immer bedacht werden muss bei jedem Krampfanfall ebenso wie bei der jeder unklaren Bewusstlosigkeit die Hypoglykämie.

    Bei jedem Krampfanfall Blutzucker messen

    Hyperventilationstetanie

    Sehr häufig tritt insbesonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Hyperventilationstetanie auf. Die Krämpfe werden durch vermehrt abgeatmetes CO2 und dadurch bedingte respiratorische Alkalose verursacht. Typisch ist die Pfötchenstellung. Theoretisch kann in einen Plastiksack hineingeatmet werden, sodass eine hohe Konzentration CO2 in der Einatmungsluft entsteht und die Symptome milder werden. Da diese Art der Hyperventilation aber ein Symptom der Angst darstellt, ist diese Methode selten zielführend.

    Therapie der Wahl ist wohl 2,5 mg Dormicum i.v. - das Vegetativum reagiert sofort! Die dadurch erzwungene milde Hypoventilation bringt die Symptome in kürzester Zeit zum verschwinden (immer Sauerstoff geben!).

    Intoxikation u.a.

    Im Rahmen von Medikamentenvergiftungen oder Inhalation giftiger Dämpfe sind ebenfalls Krämpfe möglich.
    Auf spezielle Kapitel der Krämpfe verursachenden giftigen Stoffe der Industrie soll hier nicht eingegangen werden.


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    Notfallmedizin/Leitsymptom: Krampfanfälle - Hyperventilationstetanie
    © 30.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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