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142 - Notfallmedizin/Leitsymptom: Bewusstseinsstörung - Glasgow Coma Scale
Grundsätzlich muss die quantitative Bewusstseinsbeeinträchtigung von der qualitativen (=adäquate Reaktion auf Reize) unterschieden werden. Ergänzende Untersuchungen wie Pupillenweite und Lichtreaktion, Sensibilität und Motorik, Pyramidenzeichen und Reflexverhalten sind notwendig!
Der Glasgow Coma Scale ist eine Methode zur quantitativen Erfassung
der Bewusstseinstörung, mit deren Hilfe eine objektivierbare Beurteilung der
Bewusstseinsbeinträchtigung möglich wird.
In Verbindung mit zusätzlichen neurologischen Untersuchungen ist nicht nur
der Grad der Bewusstseinsstörung objektivierbar, sondern auch die therapeutische
Konsequenz vorgegeben.
| CGS | Erwachsen | Kind |
|---|---|---|
| Augen öffnen |
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| Sprache |
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| Mororik |
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Es handelt sich um eine leichte Bewusstseinsstörung und schließt die Notwendigkeit einer Intubation und Beatmung aus - es sei denn, andere Gründe wie z.B. respiratorische Insuffizienz, Polytrauma etc. zwingen dazu.


Bei dieser mittelschwere Bewusstseinsstörung besteht primär KEINE Intubationsindikation, wenn keine Progredienz besteht oder zu erwarten ist.


Es besteht eine schwere Bewusstseinsstörung! Ein GCS <7 Punkten stellt im allgemeinen eine absolute Intubationsindikation dar, da keine ausreichenden Schutzreflexe und keine suffiziente Atmung mehr bestehen.


| CGS | Bewusstseins- störung |
Therapie |
|---|---|---|
| > 12 | Leicht | keine Intubationsindikation Ausnahme: andere Indikationen! |
| 11 - 8 | Mittelschwer | Relative Intubationsindikation Progredienz zu erwarten? ...intubieren! |
| < 7 | Schwer | Absolute Intubationsindikation; Luftwege sichern! |
Ein nicht adäquates Reagieren auf die Umgebung wird als qualitative Bewusstseinsstörung gewertet. Agitiertes Verhalten, Aggressivität und/oder Desorientiertheit können Hinweise sein für ein Alkohol-Delir, ein akutes Psychosyndrom, einer Frontalhirnschädigung (SHT? Tumor?) u.a.
Eine qualitative Bewusstseinsstörung kann eine Herausforderung in der Notfallmedizin sein.
Insbesonders auf agitierte, nicht einsichtige Patienten (Alkohol, SHT, Psychosyndrom)
kann kaum Einfluss genommen werden. Eine Zwangsbehandlung ist nur bei Selbst- oder
Fremdgefährdung möglich.
Ruhiges Zureden und wenn möglich Einflussnahme durch Angehörige oder Bekannte können zielführend sein.
Siehe - Psychomotorische Erregung.
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Notfallmedizin/Leitsymptom: Bewusstseinsstörung - Glasgow Coma Scale
© 21.5.2001 by Anton Ernst Lafenthaler
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