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122 - Notfallmedizin/Leitsymptom: Atemstörung - Atemnot beim Kind


Atemstörungen beim Kind

Allgemeine Therapieprinzipien

Bei Kinder kommt es bei beginnender respiratorischer Insuffizienz zu deutlichem Nasenflügeln und Zyanose, begleitet von Tachykardie und Schwitzen.

Symptom Kind
Stridor
inspiratorisch
Schaukelatmung
inverse Atmung
  • Epiglottitis
  • Pseudokrupp
  • Fremdkörper
  • Stridor
    exspiratorisch
    Expirium verlängert
    Giemen
  • Asthma-Anfall
  • Stöhnen
    Tachypnoe
    Dyspnoe
  • Pneumonie
  • Inhalationstrauma
  • Bradypnoe
    patholog.Atmung
  • Intoxikation
  • Hirnblutung
  • Zyanose
  • Pneumonie
  • Aspiration
  • Schock, cardial
  • Therapieprinzip

    - Kind bei der Mutter lassen
    - Sauerstoffmaske
    - sparsame Flüssigkeitszufuhr oral
    - nur bei schwerer Zyanose und Eintrübung Venflon legen
    - nur bei absoluter Notwendigkeit Medikamente verabreichen
    - nur bei schwerster Zyanose bzw. bei Bewusstlosigkeit Intubation erwägen.

    KLINIK

  • Hypoxiezeichen ? - Sauerstoff verabreichen!
  • Hypoventilationszeichen ? - Atemmechanik unterstützen!
  • Hyperkapniezeichen (zentral) ? - Intubation und Beatmung!
  • Beim anämischen Kind kann trotz schwerster Hypoxie eine Zyanose fehlen !!!

    Klinik und Ursachen der Atemnot

    1. Inspiratorischer Stridor, Schaukelatmung

    Als Fremdkörper kommen Spielzeugteile, Gräten aber auch Nüsse und ähnliche Speisen in Frage. Eine dadurch bedingte Larynxschwellung kann bei Kinder eine Atemwegsverlegung mit bedrohliche Atemnot hervorrufen.
    Nicht weniger gefährlich sind allergische Reaktionen (=Glottisödem) insbesonders bei Verschlucken von Bienen oder Wespen. Der Pseudo-Krupp macht zwar immer Atembeschwerden, selten kommt es aber zu einer bedrohlichen respiratorischen Insuffizienz. Der inspiratorische Stridor ist immer Ausdruck einer Obstruktion der oberen Luftwege.

    2. Exspiratorischer Strider, Giemen

    Asthma bronchiale und Bronchitis bzw. Bronchiolitis äußert sich durch verlängertes Expirium und deutlichem Giemen. Es handelt sich um eine Obstruktion der unteren Luftwege.

    3. Tachypnoe, Dyspnoe

    Im Rahmen von Inhalationstraumen kommt es zu Dyspnoe mit Husten und Unruhe. Steht eine Tachpnoe im Vordergrund, so kann die Ursache eine Pneumonie sein (Fieber?). Bei Jugendlichen ist es häufig Angst (Hyperventilation), welche eine Tachypnoe hervorruft. Bei dieser Form der Atemnot handelt es sich um eine pulmonale Schädigung (ausgenommen die Hyperventilationstetanie)

    4. Bradypnoe, pathologische Atmung

    Im erster Linie ist dabei an eine Intoxiaktion zu denken. Ausgedehnte Hirnblutungen sind beim Kind selten (Ausnahme: Kindesmisshandlung); genetisch bedingte Ursachen sind meist bekannt. Die pathologische Atmung hat immer eine zentrale Ursache.


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    Notfallmedizin/Leitsymptom: Atemnot beim Kind
    © 21.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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