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120 - Notfallmedizin/Leitsymptom: Atemstörung - Stridor, Bradypnoe, Tachypnoe


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Atemnot

Ursachen der Atemnot

Bestimmte Ursachen bewirken typische Störungen der Atemmechanik

Stridor
inspiratorisch

Schaukelatmung
inverse Atmung
Stridor
exspiratorisch

Expirium verlängert
Giemen
Stöhnen
Tachypnoe
Dyspnoe
patholog.
Atmung

Bradypnoe
  • Fremdkörper
  • Carcinom
  • Glottisödem
  • Asthma bronchiale
  • spast.Bronchitis
  • Pulmonalembolie
  • Lungenödem
  • Pneumonie
  • Inhalationstrauma
  • Thoraxtrauma
  • Azidose
  • Angst
  • SHT
  • Hirnblutung
  • Apoplex
  • Obstruktion der oberen Luftwege - bewirkt Schaukelatmung, inverse Atmung und inspir. Stridor.
  • Obstruktion der unteren Luftwege - zeigt ein verlängertes Expirium und Giemen.
  • Pulmonal Erkrankungen - bewirken Tachypnoe, Hyperventilation, Dyspnoe und stöhnende Atmung.
  • Zentrale Erkrankungen - kennzeichnen die pathologischen Atemstörungen wie Bradypnoe, Cheyne-Stoke'sche Atmung, Biot'sche Atmung und die Azidoseatmung (= Maschinenatmung).
  • 1. Inspiratorischer Stridor, Schaukelatmung

    Obstruktion der oberen Luftwege

    Fremdkörper wie Speisebrocken, die ungenügend gekaut wurden, Knochensplitter, Gräten und insbesonders bei älteren Leuten zurückgefallene Zahnprothesen können durch Atemwegsverlegung eine bedrohliche Atemnot hervorrufen.
    Allergische Reaktionen - Glottisödem - können eine ausgeprägte Dyspnoe verursachen. Malignome sind eher die Ausnahme, da es selten zu einem akuten Verschluss kommt.

    Bei Kinder kann eine Epiglottitis oder ein Pseudo-Krupp derartige Symptome hervorrufen. Immer besteht dabei eine vitale Bedrohung.
    Diese Form der Atemnot entspricht einer Schädigung der unteren Atemwege.

    2. Exspiratorischer Strider, Giemen

    Obstruktion der unteren Luftwege

    Asthma bronchiale und Bronchitis bzw. Bronchiolitis beim Kind äußert sich durch ein verlängertes Expirium und deutliches Giemen.
    Diese Form der Atemnot entspricht einer Schädigung der unteren Atemwege.

    3. Tachypnoe, Dyspnoe

    Pulmonale Schädigung

    Pulmonalembolie, Lungenödem, cardiale Dekompensation und ein Inhalationstrauma können Ursache dieser Atemnot sein. Im Rahmen von Inhalationstraumen kommt es regelmäßig auch zur Dyspnoe, meist auch mit Husten und Unruhe. Diese Form der Atemnot entspricht einer pulmonalen Schädigung.

    4. Bradypnoe, pathologische Atmung

    Zentrale Schädigung

    Im erster Linie ist dabei an eine Intoxikation zu denken. Auch ausgedehnte Hirnblutungen, ein ischämische Insult und andere neurologische Erkrankungen äußern sich durch diese Atmungsform.

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    Notfallmedizin/Leitsymptom: Atemstörung - Stridor, Bradypnoe, Tachypnoe
    © 21.2.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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