![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
101 - Notfallmedizin/Leitsymptom: Schmerzen - Kopfschmerzen, Cephalea
Kopfschmerzen ebenso wie Nackenschmerzen selbst sind praktisch nie eine Notarztindikation, zumal sie ein weit verbreitetes unspezifisches Symptom sind. Im Zusammenhang mit anderen Symptomen, insbesondere bei lebensbedrohlichen klinischen Erscheinungsbildern sind sie aber entscheidend für die Diagnosefindung . . .
| Diagnosen |
|---|
|
|
Diffuse Kopfschmerzen haben oft kein morphologisches Substrat und sind im Notarztdienst
nur differentialdiagnostisch von Bedeutung.
Der vasomotorische Kopfschmerz hat einen dumpf-drückenden Charakter und
wird beim Pressen oder Bücken verstärkt.
Ähnlich ist der Schmerzcharakter aber auch bei Hypertoniker oder bei zerebraler
Hypoxie bei cardialer Insuffizienz (Hinterkopfschmerz; bevorzugt morgens).
Auch medikamentös - Phenacetinkopfschmerz - kann besonders am Morgen auftreten
und ist regelmäßig mit Mattigkeit und Unwohlsein verbunden.
Migräne ist meist ein dem Patienten bekanntes Symptom und
selten Ursache eines Notarzteinsatzes, ebenso die akute Sinusitis mit
starken, frontal betonten Kopfschmerzen mit grippalen Infekt.
Im Vordergrund der Diagnostik steht die Hirnblutung,
im speziellen die Subarachnoidalblutung.
Kopfschmerz (insbesondere im Nacken), Erbrechen und Hypertonie
wären hier Leitsymptome.
Subdural und intrazerebrale Blutungen können Kopfschmerzen in der
Vorgeschichte haben - diese Patienten sind bei Eintreffen meist schon bewusstlos.
Eine hypertone Krise kann mit Kopfschmerzen einhergehen und ist meist
mit pectanginösen Beschwerden und/oder Übelkeit und Erbrechen verbunden (DD: SAB).
Das Epiduralhämatom hat nahezu immer
ein Trauma als Grundlage und hat nicht den Kopfschmerz als Leitsymptom.