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10 - Notfallmedizin/Leitsymptome: Anamnese - Inspektion - Klinik
Bei Eintreffen am Notfallort immer auf die Umgebung achten
- Blut im Erbrochenen? Tablettenschachteln? - etc.
Beim Zugehen auf den Patienten Körperhaltung, bestimmte
Bewegungsmuster, Koordinationstörungen, Verhalten etc. beobachten: sie
können schon auf eine mögliche Diagnose hinlenken.
Ist der Patient ansprechbar, kann natürlich direkt die Anamnese erhoben werden.
Besteht Bewusstlosigkeit, so kann neben den genannten Beobachtungen nur die Fremdanamnese weiterhelfen. Immer nach Möglichkeit mit Angehörigen reden (Suizidäußerungen, bek. Epilepsie etc.) und/oder anwesende Personen bei Bedarf befragen (Vorgeschichte, Gewohnheiten des Patienten, Unfallgeschehen, Vorerkrankungen etc.).
Letztlich entscheidend ist die Inspektion bzw. klinische Untersuchung des Patienten (Narben, Verletzungen, Nadel-Einstiche, Hämatome etc.). Daher sollte jeder Patient bei unklarem Krankheitsbild oder nach einem Unfall in warmer Umgebung entkleidet und klinisch sorgfältig untersucht werden. Lebensgefahr muss sofort erkannt und entsprechende Maßnahmen getroffen werden.


Dem Notarzt kommt bei der Diagnostik, Erst-Therapie und Weiterbehandlung eine Schlüsselstellung zu. Trotz den wenigen Hilfsmittel (Stethoskop, EKG, RR, Blutzuckermessgerät) besteht seine Aufgabe darin, die Dringlichkeit des Notfalles zu erkennen, die richtige Therapie einzuleiten und den Transport in die entsprechend zuständige Klinik zu veranlassen. Die Symptomatik sollte dabei nach Möglichkeit im Verlauf beurteilbar bleiben.
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Notfallmedizin - Leitsymptome
© 21.1.2010 by Anton Ernst Lafenthaler
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