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P13 - Pädiatrischer Notfall: Plötzlicher Kindstod, SIDS
| Differentialdiagnose |
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Definition: Unerwarteter plötzlicher und durch vollständige Obduktion nicht erklärbarer Säuglingstod.
SIDS tritt jenseits der Neonatalzeit bis zum 12. Lebensmonat, bevorzugt aber
im 2. - 4. LM auf. Meist geht ein banaler Infekt voraus.
Die Eltern finden das Kind meist in Bauchlage im Bett Tod auf.
In 10% der Fälle befindet sich das Kind bei Verwandten oder in einer Tragtasche.
Kleine Frühgeborene (<1.000 g) und Zwillingskinder scheinen ein erhöhtes Risiko
zu haben, ebenso Geschwister von SIDS.
| Maßnahmen |
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Die Reanimation ist meist erfolglos. Aus forensischen Gründen ist eine kriminelle Handlung auszuschließen. Die Polizei muss immer verständigt werden - Staatsanwaltschaft! Dabei muss den Eltern erklärt werden, das dies von Gesetzes wegen notwendig ist und letztlich ihrer Entlastung dient.
Near SIDS - Apnoe, Zyanose - Blässe, herbgesetzter Muskeltonus, Bradykardie sprechen für ein derartiges Syndrom. BZ-Messung!
Eltern sollen zu Beginn der Reanimationsmaßnahmen nicht ausgeschlossen werden (es wird alles getan!). Die Todesmitteilung muss unmissverständlich erfolgen (ihr Kind lebt nicht mehr!). Die Mitteilung muss evtl. mehrmals wiederholt werden. Kein übertriebenes Mitgefühl, keine unbedachten und oberflächlichen Bemerkung - lieber schweigen.
Die Eltern darüber aufklären, das vermutlich ein plötzlicher Kindstod vorliegt, dass aber die Todesursache jetzt nicht geklärt werden kann. KEINE Vorwürfe gegen die Eltern, sondern über SIDS aufklären (unerwartetes Ereignis, nur durch eine Obduktion zu sichern).
Nicht abfahren bevor die Polizei vor Ort ist und Angehörige oder Nachbarn
eingetroffen sind. KEINE Sedativa verabreichen! Die Familie NIE alleine zurücklassen!
Gibt es Zwillinge des verstorbenen Kindes, muss dieses umgehend stationär eingewiesen werden!