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P61 - Notfallmedizin/Kindernotfall: Neugeborenenreanimation
| Diagnose |
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Die Neugeborenenreanimation fordert besonders sorgfältige und abgewogene Maßnahmen vom Notarzt. Die Beatmung dient primär der Entfaltung der Lunge, darf aber auch nicht zu forsch erfolgen, um die Lunge nicht zu schädigen, Mekonium kann die Atemwege verlegen. Das Neugeborene muss warm und trocken gehalten werden. Medikamentendosierung und Volumengabe müssen gut überlegt sein.
| Klinik |
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Atmet das Neugeborene nach der Geburt innerhalb 90 Sekunden nicht spontan oder besteht nur eine Schnappatmung (Kind liegt am Rücken, Kopf in Neutralstellung - nicht überstrecken!), so sollten 5 Atemstöße mit dem Atembeutel (100% O2 via Maske) verabreicht werden. Hebt sich dabei der Thorax nicht, so ist die Beatmung insuffizient: Neutralstellung des Kopfes überprüfen, Absaugen unter Sicht, oropharyngealen Guedel einführen und neuerlich versuchen! Ebenso taktile Stimulation durch Reiben der Fußsohlen oder lateral am Thorax!
| 30 x pro Minute |
Fällt die Herzfrequenz trotz ausreichender adäquater Ventilation unter 60/min, so muss mit der Herzmassage begonnen werden. Dabei sollte die Kompressionsfrequenz entprechend hoch sein (120 x pro Minute). Eine effiziente Beatmung ist Voraussetzung für einen Erfolg.
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120 x pro Minute
30 x pro Minute |
| Therapie |
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Mit beiden Daumen in der unteren Sternumhälfte (ERC) ca. 1,5 cm bzw. 1/3 des Thoraxdurchmessers tief mit einer Frequenz um 120/min eindrücken. Der Beatmungsbeutel wird mit Daumen und Zeigefinger gehalten und 30x pro Minute ein Atemstoß verabreicht (bei alleiniger Beatmung auch mehr). Der Sauerstoff-Flow sollte 2-3 l/min und das Verhältnis Herzmassage zu Atmung 3 : 1 betragen.
ERC-Guidelines 2005 - Es werden 30 Atemhübe und etwa 120 Thoraxkompressionen pro Minute empfohlen (Ratio 3:1). Während der Thoraxkompression darf nicht beatmet werden und alle 30 Sekunden sollte die Herzfrequenz überprüft werden (liegt diese über 60/min, können die Thoraxkompressionen unterbrochen werden - bei Weiterführung einer suffizienten Beatmung).
Medikamente:
Ist trotz effizienter Herzmassage und Beatmung keine Aussicht auf Erfolg, können
Epinephrin, Bikarbonat und Plasmaexpander 10 ml/kg über einen Umbilikalvenenkatheter (?)
verabreicht werden. Glucose 10% ist nur bei Hypoglykämie indiziert!
ERC-Guidelines 2000: The dose of dextrose recommended is 250 microgram/kg (2.5 ml/kg of 10% dextrose).
Epinephrin - The recommended dose for epinephrine is 10 microgram/kg (0.1 ml/kg of 1:10,000 solution).
If this is not effective an increased dose of 30 microgram/kg (0.3 ml/kg of 1:10,000 solution) may be tried.
ERC-Guidelines 2005 - Epinephrin 10 - 30 µg/kg i.v. oder 100 µg/kg via
Trachealtubus (Effekt unsicher). Bikarbonat zum Azidoseausgleich zurückhaltend verwenden: 1-2 mmol/kg
Volumengabe (kristalloide Lösung oder Albumin) ist nur bei Blutverlust oder einem Schockgeschehen indiziert (10 - 20 ml/kg Bolus).
... NEWBORN LIFE SUPPORT
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Pädiatrie: Neugeborenenreanimation
© 16.12.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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