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P06 - Notfallmedizin/Kindernotfall: Kindesmisshandlung
| Differentialdiagnose |
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Die körperlichen Symptome sind meist eindrucksvoll. Trotzdem denkt
man in den seltensten Fällen an Kindesmisshandlung.
Verdachtsmomente sind neben den typischen klinischen Symptomen
verzögertes Aufsuchen des Arztes, wiederholtes Aufsuchen verschiedener Ärzte
sowie inadäquate und wechselnde Verletzungsarten.
Die Eltern finden auch nie wirklich eine Erklärung für die Verletzungen.
| Klinik |
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Typische Befunde wie Hämatome
unterschiedlichsten Alters - Narben von Brand- und
Bissverletzungen - Frakturen in
verschiedenen Heilungsstadien oder gar intrazerebrale oder subdurale Hämatome
sollten immer an Kindesmisshandlung denken lassen.
Insbesonders intrazerebrale Blutungen
(bzw. subdurale Blutung) im Säuglingsalter sprechen für
ein Schütteltrauma (whiplash type).
Dabei kommt es zur Verletzung der Brückenvenen und Einblutung in den Subduralraum.
Auffällig ist dabei auch das Fehlen typischen Hämatome bzw. Platzwunden am Kopf,
wie sie bei SHT vorkommen (Aufpralltrauma).
Entsprechend der Verletzung müssen die notwendigen therapeutischen Maßnahmen gesetzt werden. Der Verdacht sollte keinesfalls vor Ort angesprochen werden. Zum Schutz des Kindes die klinischen Befunde etwas dramatisieren, um so den stationären Aufenthalt notwendig erscheinen zu lassen! Eine stationäre Aufnahme ist obligat.