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P06 - Notfallmedizin/Kindernotfall: Kindesmisshandlung


Differentialdiagnose
  • Schädelbruch
  • Commotio cerebri
  • Epiduralhämatom
  • Kindesmisshandlung

    Die körperlichen Symptome sind meist eindrucksvoll. Trotzdem denkt man in den seltensten Fällen an Kindesmisshandlung.
    Verdachtsmomente sind neben den typischen klinischen Symptomen verzögertes Aufsuchen des Arztes, wiederholtes Aufsuchen verschiedener Ärzte sowie inadäquate und wechselnde Verletzungsarten. Die Eltern finden auch nie wirklich eine Erklärung für die Verletzungen.

    Klinik

    Klinik
  • Hämatome, Narben
  • Brand-/Bissverletzungen
  • Extremitätenfraktur
  • Gelenksluxationen
  • Klinikeinweisung
  • Typische Befunde wie Hämatome unterschiedlichsten Alters - Narben von Brand- und Bissverletzungen - Frakturen in verschiedenen Heilungsstadien oder gar intrazerebrale oder subdurale Hämatome sollten immer an Kindesmisshandlung denken lassen.
    Insbesonders intrazerebrale Blutungen (bzw. subdurale Blutung) im Säuglingsalter sprechen für ein Schütteltrauma (whiplash type). Dabei kommt es zur Verletzung der Brückenvenen und Einblutung in den Subduralraum. Auffällig ist dabei auch das Fehlen typischen Hämatome bzw. Platzwunden am Kopf, wie sie bei SHT vorkommen (Aufpralltrauma).

    Notfall - Therapie

    Entsprechend der Verletzung müssen die notwendigen therapeutischen Maßnahmen gesetzt werden. Der Verdacht sollte keinesfalls vor Ort angesprochen werden. Zum Schutz des Kindes die klinischen Befunde etwas dramatisieren, um so den stationären Aufenthalt notwendig erscheinen zu lassen! Eine stationäre Aufnahme ist obligat.

    Bei Verletzungen im Säuglingsalter - Kindesmisshandlung?


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    Notfallmedizin/Kindernotfall: Kindesmisshandlung
    © 30.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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