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P07 - Notfallmedizin/Kindernotfall: Intrakranielle Blutung
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Im Kindesalter kommen ebenso intrakranielle Blutungen vor wie im Erwachsenenalter. Allgemeine klinische Hirndruckzeichen im Kindesalter sind Erbrechen (insbesondere Nüchternerbrechen), Kopfschmerzen, Herzfrequenzabfall und Blutdruckanstieg in der Spätphase, gefolgt von Somnolenz, sowie Streckkrämpfe und letztlich Atemlähmung.
Charakteristisch sind auch Wesensveränderungen, Verlangsamung der Sprache,
Gereiztheit, gestörte Merkfähigkeit, Desorientiertheit.
Plötzliche Bewußtlosigkeit ohne äußeren Anlass sprechen ebenfalls für
intrakranielle Blutungen. Bei Hirntumoren kommt es entsprechend zu Herdsymptomen.
Akut nach SHT kommt es zur Arterienruptur (meist der A. meningea media - selten
bei Kindern unter 2 Jahren).
Nach einem freien Intervall (kann bei Kindern aber auch fehlen)
kommt es kurz danach, nach Stunden oder nach 1- 2 Tagen zur Bewusstseinstrübung,
homolateralen Mydriasis, kontralateralen Lähmung und halbseitigen Pyramidenzeichen.
In 85% der Fälle besteht auch ein Bruch des Schädelknochens.
Subdurale Blutungen treten akut (innerhalb 2 Tagen), subakut (bis 3 wochen) oder chronisch auf. Sie sind meist traumatisch bedingt durch Verletzung venöser Gefäße (Brückenvenenabriß oder Verletzung des Sinus). Die Symptome treten oft erst nach 1-2 Wochen auf mit zunehmenden Kopfschmerzen, Erbrechen, Krämpfen und Bewußtseinsstörungen.
Die häufigste Ursache ist dabei die Schädelverletzung beim Sport.
Subdurale Blutungen sollte aber immer auch an - Kindes-Misshandlung - denken lassen,
insbesonders bei Auftreten im Säuglingsalter - Schütteltrauma (whiplash type).
Auch das Fehlen von typischen Hämatomen bzw. einer Platzwunde am Kopf,
wie sie beim SHT vorkommen spricht für Kindesmisshandlung.
Parenchymatöse und intraventrikuläre Einblutungen beginnen plötzlich mit Krämpfen, Bewusstlosigkeit und Halbseitensymptomatik. Ursache sind meist eine hämorrhagische Diathese (dann auch petechiale bzw. großflächige Hautblutungen), Gefäßanomalien oder ein schweres SHT.
Hirndrucksteigerung ist nicht nur Folge einer intrakraniellen Blutung, sondern kommt auch vor beim SHT (ohne Einblutung), bei Hypoxie im Rahmen eines Ertrinkungsunfalles, SIDS und bei Enzephalitis (vasogen-, zytotoxisches Hirnödem).
Therapie - Beim Transport wenn möglich O-Körper hochlagern (15-30 Grad).
Die weitere spezielle Therapie wie beim - SHT-Trauma