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P10 - Notfallmedizin/Kindernotfall: Reanimation beim Kind
| Diagnose |
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ERC-Guidelines 2005 - Kinder bis zur Pubertät werden im Verhältnis 15 : 1 reanimiert.
Beginn mit 5 Atemstößen. Bei Kinder unter einem Jahr ist die Zweifinger-Methode bzw. die 2-Daumen-Methode anzuwenden.
Kinder zwischen dem 1. und 8. Lebensjahr können bei angepasster Energie mit dem AED defibrilliert werden
(Gerätehersteller verbieten allerdings durch Gefahrenhinweise die Defibrillation von Kindern unter 8 Jahren).
Generell wird mit 4 J/kg monophasisch wie biphasisch defibrilliert (siehe Tabelle unten).
Ein unterschiedliches Vorgehen gestaffelt nach Alter der Kinder wird nicht mehr empfohlen. Ab der Pubertät gelten die Richtlinien für Erwachsene . . .
Bei Neugeborenen gelten gesonderte Richtlinien. Notärzte sind dabei besonders gefordert, zumal sie auch die Mutter zu betreuen haben. Meist verlaufen Geburten zu Hause oder im Rettungswagen zur Freude aller aber komplikationslos. Siehe auch - Geburt - und - Neugeborenenreanimation - . . .
Mit den Fingerspitzen (ÖRK) oder besser mit beiden Daumen (ERC) wird der mittlere Thorax 1/3 des Thoraxdurchmessers tief komprimiert, mit einer Frequenz von etwa 100-120/min. Der Beatmungs-Beutel wird mit Daumen und 2 Finger gehalten und etwa 25-30 x pro Minute ein Atemstoß verabreicht. Die ERC-Guidelines 2005 empfehlen ein Verhältnis Herzmassage zu Atmung von 15 : 2 - . . .
| Ratio 15 : 2 |
Mit dem daumenseitigen Handballen einer Hand wird der Thorax im unterem Sternumdrittel etwa 1/3 des Thoraxdurchmessers tief komprimiert - mit einer Frequenz um 100/min. Der Beatmungs-Beutel wird mit Daumen und 2 Finger gehalten. Das Verhältnis Herzmassage zu Atmung beträgt seit den ERC-Guidelines 2005 generell für Kinder - 15 : 2 - . . .
| Ratio 15 : 2 |
Maske - Die Maskenbeatmung ist generell nicht einfach und häufig mit Luftinsufflation in den Magen verbunden
(deshalb das Atemzugvolumen adäquat aber klein halten).
Larynxmaske - Auch wenn die Larynxmaske als akzeptables Hilsmittel zur Beatmung verwendet werden kann,
sollte immer die Intubation angestrebt werden.
Tubus - Insbesondere bei schlechter Lungencompliance bzw. hohem Atemwiderstand sollte unbedingt intubiert werden. Der Cuff
sollte einen Druck unter 20 cm H2O aufweisen.
Defibrillation -
Kammerflimmern bzw. pulslose Kammertachycardie (VF/pulselessVT) erfordert die Defibrillation.
Nach CPR von 2 Minuten wird einmalig ein Schock verabreicht und eine Pulskontrolle vorgenommen.
Bei Pulslosigkeit neuerlich 2 Minuten reanimieren.
Die 2-minütige Reanimation sollte nicht durch Pulskontrollen unterbrochen werden.
Nach neuerlichem Schock, Pulskontrolle und 2-minütiger CPR wird erstmals Adrenalin 10 µg/kg i.v.
verabreicht (evtl. via Tubus die 3-fache Dosis).
2 Ws / kg KG
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Weitere Defibrillationen werden mit 4 J/kgKG verabreicht. Bei Kinder unter 20 kg sollten kleine Elektrodenplatten verwendet werden (im NEF nicht vorhanden). Anmerkung: Halbautomatische Defibrillatoren dürfen erst ab einem Alter von 8 Jahren bzw. bei Kinder über 25 kg angewendet werden.
Die endotracheale Intubation sollte nicht mehr als 30 s in Anspruch nehmen (ansonsten Maskenbeatmung beibehalten).
Ein intravenöser Zugang müsste innerhalb 90 s zu schaffen sein, ansonsten muss ein -
intraossären Zugang - gewählt werden.
Bei Neugeborenen kann die CPR nach 15 min abgebrochen, bei Säuglingen und Kleinkinder wesentlich später!?