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P01 - Notfallmedizin/Kindernotfall: Asthma bronchiale


Diagnose
  • Epiglottitis
  • Pseudokrupp
  • Asthma - Anfall

    Charakteristisch für den Asthma-Anfall ist das verlängerte Expirium und ausgeprägtes Giemen. Bei Kinder unter 3 Jahren ist ein Asthma bronchiale praktisch nicht zu diagnostizieren. Es handelt sich dabei immer um eine infektiöse, spastische Bronchitis.

    Notfall - Therapie

    Kind halb sitzend oder die bevorzugte eigene Stellung des Kindes bei der Mutter bzw. Bezugsperson belassen! Sauersoff mit Maske oder Nasensonde, wenn möglich mit Befeuchtung zuführen. Kind und Mutter beruhigen. Flüssigkeit evtl. oral zuführen. Venösen Zugang nur bei ausgeprägter Symptomatik!

    Therapie
  • O2 zuführen
  • Sultanol 1-2 Hb
  • Atrovent-Spray
  • Volon-A 2-5 mg/kg
  • Beachte
  • KEINE Sedativa
  • Sultanol 1 - 2 Hübe (falls nicht schon ausgiebig gegeben wurde) können alle 20 min verabreicht werden! Bei Säuglingen sind noch ungenügend ß-Rezeptoren ausgebildet, sodass ß-Mimetika keinen Effekt haben.
    Weiters sollte Solu-Dacortin oder Volon-A 2-5 mg/kg i.v. bzw. Cortison-Suppositorien gegeben werden. Euphyllin gilt hier nicht als Medikament der ersten Wahl und wird generell vermieden.

    KEINE SEDATIVA !

    Komplikationen

    Bei Bewusstseinsverlust besteht die Indikation zur Beatmung, zumindest über Maske.
    Beachte: Beatmung nach Intubation ist wegen des hohen Beatmungsdruckes sehr schwierig und komplikationsreich (Pneumothorax). Anästhetikum der Wahl ist - Ketamin - 1 mg/kg.

    Intubation NUR bei lebensbedrohlicher Ateminsuffizienz!


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    Notfallmedizin/Kindernotfall: Asthma bronchiale
    © 30.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler und Hubert Griessmayer
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