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N61 - Notfallmedizin/Psychiatrischer Notfall: Psychomotorischer Erregungszustand


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  • Psychomotorischer Erregungszustand

    Die Ursachen eines psychomotorischen Erregungszustandes sind vielfältig und können Ausdruck von depressiven, manischen oder schizophrenen Psychosen, Intoxikation, Drogen und/oder hirnorganischen Erkrankungen sein.

    Klinik
  • vegetative Symptome
  • Aggressivität
  • Uneinsichtigkeit
  • Häufig kommen im Notarztdienst derartige Erregungszustände im Rahmen von Drogeneinnahmen, insbesonders Alkohol und bei der meist den Patienten schon bekannten Depression (=agitierte Depression) vor. Starke psychomotorische Erregungszustände begegnen uns auch im Rahmen von Unfällen (SHT, psychischer Schock etc.). Uneinsichtigkeit und Aggressivität steht hier im Vordergrund.

    Notfallmedizin - Psychomotorische Erregung


    Therapie - Konzept

    Generell sind bei psychomotorischer Erregung Benzodiazepine gut wirksam. Bestehen zusätzlich Wahnvorstellungen mit angsthafter Färbung oder gar eine Schizophrenie - siehe - akute Psychose, so wären Neuroleptika Mittel der Wahl. Neuroleptika kommen bei uns im Notarztdienst praktisch nicht zum Einsatz. Überredungskunst und ruhiges aber bestimmtes Auftreten als Übergangslösung sind fast immer ausreichend.

    Erregungszustände aufgrund übermäßigen Alkoholkonsum oder Drogen anderer Art hingegen sind mit gutem Zureden selten zu beherrschen. Meist ist die Hilfe der Exekutive notwendig. Benzodiazepine sind hier kontraindiziert.


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    Psychiatrie - Psychomotorischer Erregungszustand
    © 30.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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