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893 - Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Thrombolytikum - Reteplase, Rapilysin
| Reteplase |
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Beim akuten Myokardinfarkt mit typischer Klinik und eindeutigen ST-Hebungen in korrespondierenden Ableitungen ist eine Lyse indiziert. Wir verwendeten dazu Rapilysin mit 2-maliger Bolusgabe! Derzeit wird im NEF/Schwarzach die Metalyse - Tenecteplase - eingesetzt. Die Ausschlusskriterien müssen beachtet werden.
| Indikation |
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Rapilysin (Reteplase) 10 U-Bolus und 10 U nach 30 Minuten.
Die Substanz wird mittels eines Lösungsmittels zubereitet und die 1.Dosis (=10 U)
langsam intravenös appliziert (Fläschchen zum Auflösen nur sanft schwenken - nicht schütteln!).
Nach 30 Minuten Verabreichung der 2.Dosis entweder während des Transports oder im Spital!
Weiters werden 5.000 I.E. Heparin i.v. unmittelbar vor oder nach Verabreichung
der ersten Rapilysin-Dosis gegeben. Zusätzlich 1 Ampulle Aspisol.
Verabreichung von Breviblock im hyperdynamen Stadium beim Myokardinfarkt stellt keine Kontraindikation zur Lyse dar. CAVE - Rapilysin nicht zeitgleich mit Heparin oder ASS injizieren, kann ausfallen! Prinzipiell soll Rapilysin über einen zweiten Venflon appliziert werden.
Schwere, vital bedrohliche Blutungen kommen in ca. 3% der Lysetherapien vor (intrakraniellen Blutungen mit bleibenden
cerebralen Schäden).
Reperfusionsarrhythmien (idioventrikrikulärer Rhythmus, VES, VT, Kammerflimmern....) sind
meist gut beherrschbar.
Allergische Reaktion sind extrem selten (früher bei Streptokinase rel. häufig).


| Hirnblutung in der Anamnese |
- modifizierte Lyse-Kriterien -
Anmerkung: Die Medikamentenwahl und deren Spezialitätenname sind keine Empfehlung einer speziellen Herstellerfirma und stehen in keinster Weise mit meiner Person in Verbindung. Es sind jene Medikamente, die bei uns im NEF mitgeführt werden.
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Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Thrombolytikum - Reteplase, Rapilysin
© 30.1.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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