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853 - Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Cholinesterasehemmer - Physostigmin
| Physostigmin |
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Physostigmin ist ein Alkaloid aus den Samen der Kalabarbohne von Physostigma venenosum. Als indirekt, zentral wirkendes Parasympathomimetikum hemmt es die Cholinesterase. Synthetisch hergestellte verwandte Substanzen haben eine quartären Stickstoff und können deshalb nicht die Blut-Hirnschranke überwinden.
| Indikation |
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Bei der Injektion von 1 mg Physostigmin kommt es zur Hemmung der Herzfunktion und zur Erregung der Darmmuskulatur. Die Substanz dringt ins zentrale NS und wirkt so zentral cholinomimetisch.
Indikationen sind das zentrale anticholinerge Syndrom und die Medikamentenvergiftung durch Phenothiazine (NL)-, Antidepressiva, Antihistaminika und Atropin.
| Wirkung |
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Nebenwirkungen von Physostigmin sind Anaphylaxie, Bradykardie und Erbrechen. Depressionen werden verschlechtert, Manien können sich bessern.
Bei vitaler Bedrohung gelten die KHK, der mechanischer Ileus,
Harnverhalten, Asthma und Hypotonie als relative Kontraindikationen.
Absolute KI sind jedoch die Cholinesterasehemmerintoxikation,
dystrophe Muskelerkrankungen und das SHT.
Anmerkung: Physostigmin wird im Notarztwagen nicht mehr mitgeführt!
| Dystrophe Muskelerkrankungen schweres SHT |
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Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Cholinesterasehemmer - Physostigmin
© 12.2.2002 by Anton Ernst Lafenthaler und Michael Deutinger
mm-phys