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808 - Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Betablocker - Metoprolol


Metoprolol
  • 1 Amp.= 5ml = 5mg
  • Dosis
  • 2,5- 5mg i.v.(langsam)
  • Beloc ®

    Metoprolol hemmt kompetitiv vorwiegend kardiale ß1- Rezeptoren. Es wirkt am Herzen negativ inotrop, dromotrop, chronotrop u. bathmotrop.
    Allein aus dieser Aussage lässt sich alles Wesentliche ableiten. Die Kardioselektivität ist nicht 100-prozentig. Es können vor allem bei höheren Dosierungen durchaus auch unerwünschte Wirkungen auf das Bronchialsystem und die Gefäßperipherie auftreten.

    Anwendung

    Indikation
  • Myokardinfarkt
  • Tachykardie
  • Im Notfall stehen uns etliche Antiarrhytmika zur Verfügung; wir haben also die Qual der Wahl. Metoprolol ist einigermaßen sicher anwendbar und lässt sich gegebenenfalls auch antagonisieren (Alupent).
    Supraventrikuläre Tachykardien wie -arrhythmien und die Reflextachykardie bei Nitroglycerinanwendung wären sinnvolle Indikationen. Fast ein Muss ist Metoprolol aufgrund überzeugender Studienergebnisse beim akuten Herzinfarkt. Hier kann die Mortalität deutlich reduziert werden. Der Blutdruck sollte nicht unter 100mmHg systolisch liegen, die Herzfrequenz muss über 60/min sein.

    Metoprolol (Beloc) 5 mg i.v. (max. 15 mg)

    Esmolol eignet sich wegen der kurzen HWZ als Testsubstanz für die Kreislauftoleranz eines Betablockers.
    Esmolol (Brevibloc) 100 mg i.v. (50 mg Bolus, 50 mg über Infusion) - Vorteil: kurze HWZ (ca. 10 Minuten)

    Wirkung
  • kardioselektive
  • ß1-Blockade
  • Nebenwirkung
  • Hypotonie
  • Bradykardie
  • AV-Block III
  • Nausea
  • Myokardinfarkt

    In vielen Studien (?) wurde der Benefit einer frühzeitigen Betablockergabe nachgewiesen. Gibt es keine Kontraindikation, so sollte nach jedem Myokardinfarkt ein ß-Blocker gegeben werden! Die Zielfrequenz wäre 50-60/Minute!
    NICHT gebgeben werden sollten ß-Blocker bei einer HF unter 50/Minute, beim AV-Block II/III und bei Hypotonie (unter 100 mm Hg systol.).

    Nebenwirkungen und KI

    Als relative KI gilt das Asthma bronchiale und die PAVK. Vorsicht ist auch geboten bei obstruktiven Lungenerkrankungen, bei Volumenmangel und bei Herzinsuffizienz.
    In Kombination mit Verapamil oder Diltiazem (Ca-Antagonisten) kann es gar zur Asystolie kommen. Dopamin bzw. Dobutamin werden in ihrer Wirkung abgeschwächt.

    ß-Blocker + Ca-Antagonisten NICHT kombinieren!

    KONTRAINDIKATIONEN beachten

    Herzinsuffizienz
    AV-Block II, III
    HF unter 50/Minute
    Hypotonie
    Asthma bronchiale

    Anmerkung: Die Medikamentenwahl und deren Spezialitätenname sind keine Empfehlung einer speziellen Herstellerfirma und stehen in keinster Weise mit meiner Person in Verbindung. Es sind jene Medikamente, die bei uns im NEF mitgeführt werden.


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    Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Betablocker - Metoprolol
    © 30.6.2001 by Anton Ernst Lafenthaler und Michael Deutinger
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