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817 - Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Antiarrhythmikum - Magnesium
| Magnesiumsulfat |
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Magnesium unterbindet die Freisetzung von Ach aus den Vesikeln im synaptischen Spalt. Die Uteruskontraktionen nehmen in der Gravidität ab und erhöhen so die uteroplazentale Durchblutung. In hohen Dosen wirkt Magnesium antiarrhythmisch (=funktioneller Calciumanatagonist).
| Indikation |
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Als Indikationen im Notarztdienst gelten die vorzeitige Wehentätigkeit, Eklampsie und Rhythmusstörungen - Torsades des pointes.
Dosierung bei Prä-Eklampsie: 400 - 450 mg/d bzw. 2 g initial i.v.
und dann 1-2 g/h per infusionem.
Bei einem eklamptischen Krampfanfall können ebenfalls 30 mg/kg i.v. versucht werden.
Die Magnesium-Ampullen werden verdünnt mit NaCl 0,9% in eine 10 oder 20 ml-Spritze
aufgezogen und sehr langsam (über 15 min) gespritzt. Besser ist die Gabe per Kurzinfusion (100 ml NaCl + 4 ml Mg++).
Die Infusion kann trotz Verdünnung schmerzhaft sein.
| Wirkung |
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Bei der i.v.-Gabe von Magnesium kann es zu Blutdruckabfall - Bradykardie, Schwindel,
Übelkeit und Erbrechen kommen.
Ebenso sind periphere Vasodilatation - Flush - Schweißausbruch sind nicht selten. Diese Symptome
kommen schon bei Blutspiegeln über 1-2 mmol/l vor.
Wird Magnesium überdosiert und kommt es zu Blutspiegel >5mmol/l so können
Hyporeflexie und Atemdepression (K >6mmol/l) bis zum Koma mit Atemstillstand folgen.
Insbesondere in Kombination mit Muskelrelaxantien bzw. Muskelerkrankungen ist Vorsicht geboten.
Bei Überdosierung kann Calcium als Antidot gegeben werden.
Anmerkung: Die Medikamentenwahl und deren Spezialitätenname sind keine Empfehlung einer speziellen Herstellerfirma und stehen in keinster Weise mit meiner Person in Verbindung. Es sind jene Medikamente, die bei uns im NEF mitgeführt werden.
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Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Antiarrhythmikum - Magnesium
© 30.3.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
mm-magn