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811 - Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Antiarrhythmika - Verapamil
| Verapamil |
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Verapamil vermindert als Calciumkanalblocker (Antiarrhythmikum Klasse 4) die Kontraktilität des Herzmuskels,
außerdem wird die Erregungsbildung im Sinusknoten und die Erregungsleitung im AV-Knoten
gehemmt.
Die Reizleitung in Vorhöfen und Kammern wird nicht beeinträchtigt.
| Indikation |
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Durch periphere Vasodilatation wird bei Hypertonikern eine ausgeprägte Blutdrucksenkung
erzielt.
Bei Gabe weiterer herzwirksamer Medikamente, hier sind insbesondere Betablocker
zu erwähnen, verstärkt sich der kardiodepressive Effekt. Betablocker werden mittlerweile
mit allen möglichen Antiarrhythmika kombiniert und die strenge Kontraindikation: ""keine
Kombination mit Calciumkanalblockern"" ist mittlerweile nicht mehr in dieser Form gültig.
Präklinisch kommt das Medikament in erster Linie bei
tachykarden Vorhofflimmern zur Anwendung; bei SVT eignet sich Adenosin wesentlich besser.
| Wirkung |
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Wegen dem erhöhten NW-Risiko muss die Substanz vorsichtig dosiert werden.
AV-Block, Bradykardie und Hypotonie sind die häufigsten Nebenwirkungen,
Schwindel, Benommenheit und Kopfschmerzen können hinzukommen.
Verapamil darf nur unter Monitorkontrolle verabreicht werden.
| Herzkreislaufinsuffizienz Erregungsleitungsstörungen Hypotonie |
Anmerkung: Die Medikamentenwahl und deren Spezialitätenname sind keine Empfehlung einer speziellen Herstellerfirma und stehen in keinster Weise mit meiner Person in Verbindung. Es sind jene Medikamente, die bei uns im NEF mitgeführt werden.
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Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Antiarrhythmika - Verapamil
© 12.12.2001 by Anton Ernst Lafenthaler / Michael Deutinger
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