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814 - Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Indirektes Sympathomimetikum - Ephedrin
| Ephedrin |
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Ephedrin ist in der Struktur Amphetaminen ähnlich und wirkt, indem es Alpha- und
Betarezeptoren anregt, welche die Freisetzung von
NA verursachen - indirektes Sympathomimetikum.
Ephedrin ist gut lipidlöslich und dringt daher im Unterschied zu den Katecholaminen
in das ZNS ein (Bei Überdosis Halluzinationen, Delirium etc.),
hat aber insgesamt eine eher schwache zentrale Wirkung und gilt daher auch nicht als Suchtgift.
Die jungen Rutenzweige, welche besenartig entspringen, sind knotig gegliedert, fein längsgerillt und 1-2 mm dick. In Österreich kommt diese Pflanze im natürlichen Biotop nicht vor.
Ephedrin ist ein Wirkstoff der Pflanze Ephedra - Herba Ephedrae, Meerträubelkraut -
wird heutzutage aber meist synthetisiert (=Ephedrinsulfat).
Es ist ein weißes kristallienes Puder mit einem bitterem Geschmack.
Die Ephedra-Arten, welche im Mittelmeer beheimatet sind, beinhalten nur Pseudoephedrin.
Ephedrin wirkt bronchospasmolytisch durch Freisetzung von Noradrenalin aus den noradrenergen Nerven im Bereich der Bronchialmuskulatur. Die bronchospasmolytische Wirkung soll 6-10 Stunden anhalten.
| Wirkung |
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Eine Überdosierung kann Unruhe und Angst, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Tremor, Pulsrasen, Schwitzen, Atemnot, Halluzinationen, Delirium und (sehr selten) Krämpfe verursachen. Die gefährlichsten Symptome einer Überdosis sind extreme Hypertonie und Tachykardie bzw. Rhythmusstörungen.
Für Alternative gibt es auch sogenannte Bio-Ecstasy (=Herbal-Ecstasy). Der Hauptwirkstoff dieser Präperate ist dabei fast immer ein Herba Ephedrae-Extrakt. Als Beimischungen finden sich unterschiedliche Stoffe, vor allem Guarana, Koffein und diverse Mineralien.