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810 - Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Antihypertensiva - Urapidil


Urapidil
  • Ampullen: 10ml= 50mg
  • Dosis
  • 10- 50mg, evtl Repet.
  • Ebrantil®

    Urapidil gehört zur Gruppe der Alpha-Sympatholytika. Es hemmt vorwiegend die alpha1-Rezeptoren, führt also zu einer peripheren Vasodilatation und somit zu einer RR-Senkung.

    Indikation
  • hypertensive Krise
  • Außerdem besitzt die Substanz einen zentralen Angriffspunkt. Es verhindert eine durch das Kreislaufregulationszentrum vermittelte reflektorische Sympathikusaktivierung, also einen reflektorischen Blutdruckanstieg. Im Gegensatz zu anderen Blutdrucksenkern wird die cerebrale Durchblutung dabei nicht beeinflusst und der intrakranielle Druck wird nicht erhöht. Aus diesem Grund ist Ebrantil auch bei cerebraler, hypertensiver Massenblutung geeignet. Übelkeit und Erbrechen kann in seltenen Fällen auftreten.

    Wirkung
  • blutdrucksenkend
  • periph. Vasodilat
  • Nebenwirkung
  • Hypotension
  • Anwendung

    Bei einer hypertensiven Krise injiziert man zunächst 25 mg (5 ml) Urapidil i.v. und wartet ca. 2 min bis zum Wirkungseintritt. Danach neuerlich jeweils 25- 50 mg intravenös in 2 bis 5-minütigen Abständen oder per perfusionem verabreichen unter laufender RR-Kontrolle. Auch eine Dauerinfusion kann in seltenen Fällen sinnvoll sein. Bei Überdosierung muss eine Schocktherapie durchgeführt werden.

    Kontraindikation beachten:

    Bradykardien
    Aortenisthmusstenose
    Stillen

    Anmerkung: Die Medikamentenwahl und deren Spezialitätenname sind keine Empfehlung einer speziellen Herstellerfirma und stehen in keinster Weise mit meiner Person in Verbindung. Es sind jene Medikamente, die bei uns im NEF mitgeführt werden.


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    Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Antihypertensiva - Urapidil
    © 5.11.2001 by Anton Ernst Lafenthaler
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