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802 - Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Antiarrhytmika - Amioderon
| Amiodaron |
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Amiodaron stellt ein Antiarrhythmikum der Klasse 3 nach Vaughan dar. Es besitzt u.a. natriumantagonistische, betablockierende und calciumantagonistische Eigenschaften. Die Summe dieser Eigenschaften verlängert das AP und die Refraktärzeit und führt über eine Verlangsamung der Sinusknotenautomatie und der AV-Überleitung zu einer Frequenzsenkung.
| Indikation |
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In der präklinischen Medizin spielte Amiodaron zur Akutterminierung ventrikulärer Tachykardien bislang eher eine untergeordnete Rolle.
Eine gut dokumentierte, sehr bewährte Indikation stellte und stellt Kammerflimmern dar, das durch Defibrillation nicht zu beenden ist. In dieser "desolaten" Situation bietet Amiodaron eine echte Chance und ist unbedingt zu empfehlen. Zunehmend bewährt sich das Medikament auch bei der VT.
| Wirkung |
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An Nebenwirkungen und Kontraindikationen muss in dieser Situation selbstredend nicht gedacht werden. Jedoch auch nach erfolgreicher Defibrillation und protrahierter Reanimation, einer Situation, in der bisher zur Verhinderung weiterer ventrikulärer Rhythmusstörungen Lidocorit zum Einsatz kam, wird es nunmehr gegenüber jenem favorisiert.
Als Kontraindikation gelten Schilddrüsenerkrankungen
(hoher Jodgehalt und chemisch-strukturelle Ähnlichkeit mit Thyroxin), Bradykardie und Jodallergie.
Amioderon hat eine extram lange Halbwertszeit (20-65 Tage).
| Bradykardien
Schilddrüsenerkrankungen Jodallergie |
Anmerkung: Die Medikamentenwahl und deren Spezialitätenname sind keine Empfehlung einer speziellen Herstellerfirma und stehen in keinster Weise mit meiner Person in Verbindung. Es sind jene Medikamente, die bei uns im NEF mitgeführt werden.
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Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Antiarrhytmika - Amioderon
© 30.9.2001 by Anton Ernst Lafenthaler und Michael Deutinger
mm-amiod