![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
8 - Notfallmedizin/Notfallmedikamente: Medikamentendosierung
| Medikamente |
|---|
|
|
Medikamente im Notfalldienst nehmen insofern eine Sonderstellung ein, als das sie
nicht nur in ihrer Wirksamkeit eindeutig sein müssen, sondern auch besonderen Anforderungen
in der Lagerung standhalten sollen.
Große Hitze im Auto bis weit über +40°C und ebenso im Winter bei einer
Umgebungstemperatur bis unter -20°C müssen die Medikamente ohne dabei ihre Wirksamkeit zu verlieren standhalten.
Es gilt die Faustregel, dass alle Medikamente möglichst vor ihrem Ablaufdatum ausgewechselt
werden müssen, da das Haltbarkeitsdatum nur unter der Voraussetzung günstiger Lagerungsbedingungen gilt.
Die meisten auch im Notfalldienst verwendeten Ampullen sind auf 70 kg schwere Patienten
abgestimmt (Vorerkrankungen
wie Herz-Lungenerkrankungen, Muskelerkrankungen, hohes Alter etc. NICHT eingerechnet).
Stress im Notarztdienst macht es oft schwer, eine genaue Dosierung vor Ort zu errechnen,
zumal das Gewicht der Patienten praktisch nicht bekannt ist und auch das Alter (bewusstlose Patienten, Sprachbarriere, Kinder etc.) nur geschätzt werden kann.
Vermieden aber werden soll auf alle Fälle die
Unterlassung einer medikamentösen,
lebensnotwendigen Therapie
aufgrund mangelnder Dosierkenntnisse.
Die Merkregel von HARNACK soll im Notfall eine Hilfe sein. Kleinkinder > 1 Jahr 1/4 der Erwachsenendosis, Schulkinder 1/2 Dosis kann im Zweifelsfall eine Notlösung darstellen. Medikamente wie Opiate sollten von dieser Regel ausgenommen bleiben.