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306 - Notfallmedizin/Kindernotfall: Sofortmaßnahmen
grau-zyanotische Hautfarbe!
» Fehlende Atmung «
» kein Karotispuls bzw. Pulslosigkeit der Oberarmarterie «
» weite Pupillen «


| kardialer Notfall |
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Selten kommt es zum rein kardialem Versagen wie
z.B. bei angeborenen Herzfehlern, Tachykardie, Digitalisüberdosierung,
Elektrolytentgleisung bei schweren Durchfallserkrankungen etc. Meist ist es die
Hypoxämie infolge Atemwegsverlegung oder anderer pulmonaler Ursachen.
Den Herzstillstand erkennen und sofortige Einleitung der - Reanimationsmaßnahmen -
sind angezeigt . . .


| Resp. Notfall |
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Häufige Ursachen sind die Fremdkörperaspiration, Asthma bronchiale, Pseudo-Krupp oder Bronchiolitis im Rahmen eines respiratorischen Infekts.
Die Femdkörperaspiration äußert sich durch
plötzliches Auftreten von starkem Husten und Atemnot.
Meist ist eine entsprechende Anamnese zu erheben.
Als Komplikation kann sich ein Pneumothorax entwickeln.
Ein Lungenödem aufgrund eines Linksherzversagens bei fehlabgehenden Koronararterien, Aortenstenose oder Myokardiopathie sind seltene Ereignisse. Rauchgasinhalation, Asthma bronchiale, Bronchiolitis und im höheren Alter Heroinmissbrauch sind häufiger und können ebenfalls ein Lungenödem auslösen.
Bronchiolitis - Bei Kleinkindern kann es auf dem Boden viraler und/oder entzündlichen Erkrankungen zur Schleimhautschwellung und Konstriktion der Bronchialmuskulatur mit Obstruktion der kleinsten Luftwege kommen. Dabei besteht eine vorwiegend expiratorische Dyspnoe mit Tachykardie + Zyanose.


| Neurolog. Notfall |
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Krampfanfälle im Rahmen eines fieberhaften Infekts - Fieberkrampf - oder bei Epilepsie gehören zu den häufiger vorkommenden, lebensbedrohlichen Erkrankungen im Kindesalter.
Hirnblutungen im Kindesalter, Epiglottitis oder eine Meningokokkensepsis begegnen uns im Notarztdienst selten.
Herstillstand - siehe Reanimation beim Kind
Atemstillstand - Die Atemwege können durch Speisen (Zuckerl, Nüsse etc.) oder
durch kleine Gegenstände (Spielzeug) verlegt sein.
Kopf leicht nach hinten beugen (starkes
Überstrecken des Kopfes führt zu Kollaps der Trachea und Verlegung der
Atemwege und/oder Verletzung der Wirbelsäule). Inspektion der Mundhöhle, Maskenbeatmung, Intubation etc.
Siehe - Atemwege freimachen
Femdkörperaspiration - Mit Ausnahme der digitalen Ausräumung des Hypopharynx
sollen keine improvisierten Therapien angewendet werden. Auf den Kopf stellen des Kindes
oder Klopfen zwischen die Schulterblätter bergen die Gefahr der Verlegung
größerer Bronchien (Fremdkörper gelangt von kleinen zu größeren Bronchien
und verlegt diese erst recht).
Die ERC-Guidelines 2005 empfehlen allerdings 5 Schläge auf den Rücken, wenn das Kind nicht bewusstlos ist.
Kinder unter 1 Jahr sollten 5 Schläge bzw. Stöße auf die Brust erhalten.
| Notfall - Kind |
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Lungenödem - Sauerstoffgabe und Beatmung mit PEEP! O-Körper hochlagern. Medikamentöse Therapie wie beim Erwachsenen - Lungenödem, Erwachsene
Asthma bronchiale - Kind bei der Mutter lassen. Keine frustranen Venenpunktionsversuche (Kinder mit Asthma haben häufig schon zerstochene Venen). Diverse Sprays sind meist schon ausreichend im Rahmen der Selbstmedikation zur Anwendung gekommen. Der » Supravernebler « hat sich bei uns bestens bewährt - Asthma-Anfall, KIND
Schock - Hier ist eine intravenöse - Kanüle - bzw. ein - intraossärer Zugang - unumgänglich.
Krampfanfälle - Diese sistieren nach Fiebersenkung (Mexalen) spontan. Die Gabe von Stesolid ist indiziert, rascher wirkt allerdings die i.v.-Gabe von Diazepam.
Epiglottitis - Diese Erkrankung ist wegen der eingeführten Hämophilus-Impfung
immer seltener. Kommt es aber zu einer derartigen -
Kehlkopfentzündung -
so besteht akute Lebensgefahr - KEINE Intubationsversuche!