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333 - Notfallmedizin/Leitsymptome: Inhalationstrauma - Atemgiftaufnahme
| Leit-Symptome |
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Inhalationsgifte im Notarztdienst betreffen meist Rauchgase bei Gebäudebrand oder
aber Autoabgase im Rahmen eines versuchten Suizid. In der Landwirtschaft sind Insektizide
als Ursache von Vergiftungen nicht selten.
Schwere Dyspnoe und/oder Bewusstlosigkeit stehen
beim Inhalationstrauma im Vordergrund!
| Atemgifte |
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Bei Zimmer- bzw. Hausbrand ist mit Reizgasen wie Ammoniak, Chlorwasserstoff, Formaldehyd. Schwefeldioxid,
Chlorgas, Isocyanate, sowie mit fettlöslichen Gasen wie
Nitrose Gase, Phosgen und Ozon zu rechnen.
Bei der sogenannten inkompletten Verbrennung entstehen ausgiebig Kohlenmonoxid. Bei Kunststoffbränden sind
es Zyanide, Zyankali, Blausäure. Bei Industriebränden kommen noch unzählige andere spezielle Gifte
hinzu.
Erste und wichtigste Maßnahme ist das Sichern der Vitalfunktionen. Ist die Art der Vergiftung klar, kann neben der allgemeinen therapeutischen Maßnahmen eine spezielle Therapie eingeleitet werden.
Insbesonders - Kohlenmonoxid - und - Blausäure - sind beim Gebäudebrand die toxischen Substanzen, welche die Atemwege reizen und zur inneren Erstickung mit Bewusstlosigkeit bzw. Atem- und KL-Stillstand führen. Auch wenn die Symptome zunächst nicht sehr ausgeprägt sind, muss der Patient weiter überwacht werden.
Sauerstoffgabe mit hohen Flow - 10- 12 l/min.
Bei Bronchospasmus Theophyllin i.v. und Fenoterol- sowie Cortison-Spray alle 5-10 min geben.
Bei einer schweren - CO-Vergiftung (=Rauchgasvergiftungen) wäre eine -
hyperbare Oxygenierung angezeigt (Kontaktaufnahme mit Uni-Klinik Graz).
Mandelgeruch, Übelkeit, Erbrechen, Dyspnoe, Kopfschmerzen, Krämpfe,
Tinnitus sprechen für eine - Blausäurevergiftung.
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Notfallmedizin/Leitsymptome: Intoxikation - Inhalationstrauma
© 27.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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